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Boxen Wetten: Siegart, Runden und Punktwertung richtig einschätzen

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Vor jedem Kampf bieten dir Boxen Wetten mehr als nur die Frage nach dem Sieger. Ein Boxkampf kann schon in der ersten Runde entschieden sein oder sich zäh bis zur Schlussrunde ziehen, und je nachdem, was du erwartest, passt eine andere Wette. Wer nur auf den Favoriten tippt, verschenkt deshalb einen guten Teil der Möglichkeiten. Am einfachsten fängst du beim Sieger an und tastest dich von dort zu den genaueren Wetten vor.

Boxen Wetten auf den Sieger: mit oder ohne Unentschieden?

Wer auf den Kampfsieger tippt, wählt zwischen zwei Varianten, die sich nur im Umgang mit einem Remis unterscheiden. Bei der Zweiwegwette entscheidest du dich allein zwischen den beiden Boxern. Endet der Kampf unentschieden, gibt es in dieser Variante keinen Gewinner, und dein Einsatz kommt zurück.

Die Dreiwegwette stellt dir das Unentschieden als dritte Auswahl daneben. Tippst du dann auf einen der beiden Boxer, kostet dich ein Remis den Einsatz. Dafür fällt die Quote auf jeden der beiden Kämpfer höher aus als bei der Zweiwegwette, weil ein Teil der Wahrscheinlichkeit auf das Unentschieden entfällt.

Möglich wird das Remis über die Wertung: Stehen die Punktrichter nach allen Runden in der Summe gleich, endet der Kampf unentschieden. Damit ist das Unentschieden neben Sieg und Niederlage der dritte reguläre Ausgang, um den die beiden Siegwetten überhaupt herumgebaut sind.

K.o., Punktsieg oder Aufgabe: auf welche Siegart tippst du?

Die Siegwette fragt nur, wer gewinnt. Die Wette auf die Siegart geht einen Schritt weiter und fragt, auf welche Weise der Kampf endet. Ein Boxkampf lässt sich auf fünf Arten entscheiden, und jede davon ist ein eigener Tipp.

Der Punktsieg steht am Ende, wenn beide Boxer über die volle Distanz gehen und die Punktrichter den Kampf werten. Alle anderen Siegarten beenden ihn vorher. Beim K.o. geht ein Boxer nach einem Treffer zu Boden und steht nicht wieder auf, bevor der Ringrichter bis zehn gezählt hat. Beim technischen K.o. bricht der Ringrichter selbst ab, weil ein Boxer sich nicht mehr wehrt oder eine Verletzung den Kampf nicht mehr zulässt.

Zwei weitere Ausgänge fallen seltener, gehören aber zur Auswahl. Wirft das Team eines Boxers zwischen den Runden das Handtuch, endet der Kampf durch Aufgabe. Und wer wiederholt gegen die Regeln verstößt, wird disqualifiziert, womit der Gegner gewinnt, ohne den Kampf im Ring entschieden zu haben.

Für deinen Tipp zählt, wie klar das Kräfteverhältnis liegt. Ein harter Schläger gegen einen wackeligen Gegner spricht für ein vorzeitiges Ende, zwei defensiv sichere Boxer auf Augenhöhe eher für den Punktsieg. Je seltener die getippte Siegart im konkreten Kampf zu erwarten ist, desto höher fällt die Quote darauf aus.

Wie tippst du auf die Runden eines Boxkampfs?

Bevor du bei Boxen Wetten auf die Runden setzt, lohnt der Blick auf die Ansetzung. Ein bedeutender Kampf geht über bis zu zwölf Runden, weniger wichtige Kämpfe sind oft nur auf vier Runden angesetzt. Diese Obergrenze steckt den Rahmen für jede Rundenwette ab.

Die einfachste Rundenwette läuft über oder unter eine bestimmte Rundengrenze. Der Wettanbieter setzt eine Marke, etwa 8,5 Runden, und du tippst, ob der Kampf davor endet oder darüber hinausgeht. Wer ein frühes K.o. erwartet, geht auf Unter, wer einen zähen Verlauf über viele Runden sieht, auf Über.

Enger wird es bei der Wette auf die konkrete Abbruchrunde. Hier legst du dich auf die einzelne Runde fest, in der der Kampf durch K.o. oder Abbruch endet. Der Spielraum ist klein, ein Treffer entsprechend schwer. Als ruhigere Alternative gibt es die Wette darauf, ob der Kampf die volle Distanz erreicht.

Wie lange ein Kampf dauern kann, ergibt sich aus dem Takt: Im Profiboxen der Männer dauert eine Runde drei Minuten, dazwischen liegt jeweils eine Minute Pause. Ein Kampf über die volle Distanz zieht sich damit inklusive der Pausen über gut eine Dreiviertelstunde, und je länger er läuft, desto stärker wirkt die Ermüdung, die ein spätes Ende noch möglich macht.

Wie werten die Punktrichter einen Boxkampf?

Geht ein Kampf über die volle Distanz, entscheiden ihn drei Punktrichter, die jede Runde einzeln bewerten. Am Ende zählt die Mehrheit ihrer Wertungen, nicht das Urteil eines einzelnen Richters. Für den Punktsieg reicht es also nicht, den insgesamt stärkeren Boxer zu treffen, du musst einschätzen, wie die Richter die einzelnen Runden verteilen.

Grundlage ist das Zehn-Punkte-System. So verteilen sich die Punkte je Runde:

RundenausgangPunkte für den Boxer
Runde gewonnen10
Runde verloren9
Runde verloren, ein Niederschlag8
Runde verloren, zwei Niederschläge7

Ein einziger Niederschlag kippt eine Runde damit um zwei Punkte statt um einen und kann einen knappen Kampf noch drehen.

Wie einig sich die Richter sind, zeigt der Entscheidungstyp, auf den du gesondert tippen kannst. Sehen alle drei denselben Boxer vorn, ist es eine einstimmige Entscheidung. Sehen ihn zwei vorn, während der dritte ein Remis wertet, ist es eine Mehrheitsentscheidung. Geben zwei Richter den einen und der dritte den anderen Boxer als Sieger, fällt der Kampf durch eine geteilte Entscheidung.

So führst du Runden, Siegart und Punktwertung zu einem Tipp zusammen

Sobald du dir einen konkreten Kampf vornimmst, lohnt es, die Wettarten in eine Reihenfolge zu bringen, statt sie einzeln zu betrachten. Zuerst schaust du auf die angesetzte Rundenzahl, denn an ihr richten sich die übrigen Tipps aus.

Es hilft, wenn mehrere Tipps in dieselbe Richtung zeigen. Glaubst du an ein vorzeitiges Ende, passen Siegwette, ein Tipp auf Unter und die Siegart K.o. zusammen. Traust du dagegen keinem der beiden den entscheidenden Treffer zu, verschiebt sich alles zum Punktsieg und zum Tipp auf Über.

Der Entscheidungstyp kommt zuletzt ins Spiel, und nur dann, wenn du beim Punktsieg gelandet bist. Bei zwei Boxern auf Augenhöhe ist eine geteilte Entscheidung realistischer als bei klarer Überlegenheit. Ein mögliches Remis trennt zusätzlich die Siegwette mit von der ohne Unentschieden. So bauen die verschiedenen Boxen Wetten aufeinander auf, statt beliebig nebeneinanderzustehen.

FAQ

Warum dauern Runden im Frauenboxen kürzer?

Im Profiboxen der Frauen dauert eine Runde traditionell nur zwei Minuten, also eine Minute kürzer als bei den Männern, und Titelkämpfe gehen meist über zehn Runden. Für deinen Tipp heißt das: Die Grenzen bei den Rundenwetten liegen niedriger, und die kürzere Kampfzeit lässt einem Außenseiter weniger Gelegenheit, doch noch vorzeitig zu gewinnen. Einzelne Frauenkämpfe über die volle Männerdistanz gab es zuletzt, der Standard sind sie aber nicht.

Was passiert mit meiner Wette, wenn der Kampf ausfällt?

Findet ein angesetzter Kampf gar nicht statt, wird deine Wette ungültig und du bekommst deinen Einsatz erstattet. Das gilt auch, wenn ein Kampf kurzfristig verschoben wird und nicht mehr am geplanten Termin stattfindet. Anders ist es nur, wenn dein Tipp schon feststeht, bevor etwas dazwischenkommt: Dann wird die Wette normal abgerechnet.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.