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Tischtennis Wetten: Zählweise, Wettarten und wo das Risiko steckt

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Tischtennis Wetten drehen sich um ein Duell, das in kurzen, schnellen Sätzen entschieden wird und in dem der Aufschlag ständig von einer Seite zur anderen wandert. Öffnest du das Wettangebot zu einem Match, steht dort neben dem Matchsieger eine ganze Reihe weiterer Wetten rund um Sätze und Punkte. Welche davon zu deinem Tipp passt, hängt vor allem daran, wie im Tischtennis gezählt und aufgeschlagen wird.

Wie werden Punkte und Sätze im Tischtennis gezählt?

Ein Satz geht bis 11 Punkte, und gewonnen ist er erst mit zwei Punkten Vorsprung. Steht es 10:10, geht der Satz weiter, bis ein Spieler wieder zwei Punkte vorne liegt, aus einem 10:10 kann also ein 15:13 oder 18:16 werden. Genau dieser Zusatz macht knappe Sätze für eine Punktwette interessant, weil ein hart umkämpfter Satz die Zahl der Ballwechsel spürbar nach oben zieht.

Der Aufschlag wechselt alle zwei Punkte, unabhängig davon, wer den Punkt geholt hat, ab dem Stand 10:10 dann nach jedem einzelnen Punkt. Beide Spieler kommen damit gleich oft ans Aufschlagen, und niemand zieht über eine lange Aufschlagserie davon.

Ein Match wird im Best-of-Modus mit einer ungeraden Höchstzahl an Sätzen gespielt, im Wettkampf meist Best-of-5 oder Best-of-7. Es gewinnt, wer zuerst drei beziehungsweise vier Sätze holt.

Welche Wettarten gibt es bei Tischtennis Wetten?

Das Grundgerüst der Tischtennis Wetten ist die Wette auf den Matchsieger, und sie kennt nur zwei Ausgänge. Ein Match kann nicht unentschieden enden, weil so lange weitergespielt wird, bis einer die nötige Satzzahl zuerst erreicht. Du tippst also schlicht darauf, ob Spieler A oder Spieler B vorne liegt.

Auf den Verlauf innerhalb des Matches lässt sich ebenso tippen, und dafür greifen die Wettanbieter im Test die Zählung nach Sätzen und Punkten auf. Beim Satzhandicap bekommt der Außenseiter vor dem Match einen oder mehrere Sätze gutgeschrieben, der Favorit startet entsprechend mit einem Rückstand. Ein Handicap von minus 2,5 Sätzen auf den Favoriten gewinnt nur, wenn dieser mit mindestens drei Sätzen Abstand durchmarschiert, bei Best-of-5 also 3:0. Das Punktehandicap überträgt dieselbe Idee auf die einzelnen Punkte: Es zählt alle im Match gespielten Punkte zusammen, und ein Favorit mit einem Handicap von minus 6,5 Punkten gewinnt die Wette nur, wenn er über alle Sätze hinweg mindestens sieben Punkte mehr holt als sein Gegner.

Wer es genauer mag, tippt auf das korrekte Satzergebnis, also auf das genaue Satzverhältnis wie 3:1 oder 3:0. Auf die Zahl der gespielten Sätze zielt die Über/Unter-Wette. Liegt die Grenze im Best-of-5 bei 3,5 Sätzen, gewinnt „Über“, sobald das Match in den vierten Satz geht, und „Unter“ nur bei einem glatten 3:0. Dieselben Wettarten stehen auch live zur Verfügung, während das Match läuft, mit Quoten, die sich nach jedem Satz neu einstellen.

WettartWorauf du tippstBesonderheit
Match-SiegwetteWer das Match gewinntNur zwei Ausgänge, kein Unentschieden
SatzhandicapSieg unter Vor- oder Rückgabe ganzer SätzeGleicht ein klares Kräftegefälle rechnerisch aus
PunktehandicapVorgabe auf Ebene der einzelnen PunkteFeiner gestaffelt als das Satzhandicap
Über/Unter SätzeOb mehr oder weniger als die vorgegebene Satzzahl fallenGrenze meist bei 3,5 (Best-of-5) oder 4,5 (Best-of-7)
Korrektes SatzergebnisDas genaue Satzverhältnis, etwa 3:1Höchste Quote, weil am schwersten zu treffen

Wie viele Punkte fallen in einem Tischtennis-Match?

Die Gesamtzahl der Punkte in einem Tischtennis-Match lässt sich schwer schätzen, und das macht die Über/Unter-Wette auf die Punkte zu einer eigenen Rechnung. Ein deutlicher Sieg kann unter 40 Punkte bleiben, ein enges Match über 100 gehen. Wo eine sinnvolle Über/Unter-Grenze liegt, hängt deshalb am Format (Best-of-5 oder Best-of-7) und am erwarteten Kräfteverhältnis der beiden Spieler.

Rechne es an einem glatten Best-of-5 durch. Gewinnt der Favorit jeden Satz klar mit 11:2, fallen nur 13 Punkte pro Satz, über drei Sätze also gerade einmal 39. Je enger die Sätze werden und je mehr davon nötig sind, desto weiter klettert die Summe, ein langes Match mit lauter knappen Sätzen geht über 100 Punkte hinaus. Im Best-of-7 verschiebt sich die ganze Spanne noch einmal nach oben, weil bis zu zwei weitere Sätze dazukommen.

Zwischen 39 und 100 Punkten liegt bei gleichem Format mehr als das Zweieinhalbfache, und dieser große Abstand entsteht allein dadurch, wie eng die einzelnen Sätze ausfallen. Für deine Über/Unter-Wette zählt deshalb vor allem, wie eng du das Match erwartest. Rechnest du mit einem klaren Favoriten, der kurzen Prozess macht, liegst du eher mit „Unter“ richtig, bei einem Match auf Augenhöhe mit langen Sätzen eher mit „Über“.

Matchverlauf (Best-of-5)RechnungPunkte gesamt
Klares 3:0, Sätze um 11:2(11 + 2) × 339
Enges 3:0, Sätze um 11:9(11 + 9) × 360
Langes 3:2, fünf Sätze um 11:9(11 + 9) × 5100

Match-Siegwette oder Satzwette, wo das Risiko größer ist

Ein Favorit kann im Tischtennis einen oder zwei Sätze verlieren und das Match trotzdem gewinnen, und genau darin liegt der Unterschied zwischen der Wette auf den Sieger und einer Wette auf den genauen Verlauf. Im Best-of-5 braucht ein Spieler drei Gewinnsätze; der Verlierer kann bis zu zwei Sätze holen, ohne am Ausgang etwas zu ändern. Das Match läuft also über drei, vier oder fünf Sätze, und in allen drei Fällen kann derselbe Spieler gewinnen. Im Best-of-7 sind es vier nötige Gewinnsätze, der Unterlegene darf bis zu drei holen.

Für die Match-Siegwette ist dieser Puffer ein Sicherheitsnetz. Du tippst nur darauf, wer am Ende vorne liegt, und ein verlorener Satz zwischendurch kostet dich nichts, solange dein Spieler das Match für sich entscheidet. Wettest du dagegen auf das korrekte Satzergebnis, muss der Verlauf exakt so eintreten, wie du ihn getippt hast: Ein 3:1 statt des erwarteten 3:0 lässt die Wette verlieren, obwohl der richtige Spieler gewonnen hat.

Je genauer du den Verlauf tippst, desto seltener trifft die Wette, und desto höher ist im Gegenzug die Quote. Das Satzhandicap liegt dazwischen. Ein Satzhandicap von minus 1,5 auf den Favoriten verlangt mehr als den bloßen Sieg, nämlich einen Vorsprung von zwei Sätzen, verzeiht aber immer noch einen abgegebenen Satz. Wer sich seiner Sache sicher ist, holt sich bei Tischtennis Wetten über das Satzhandicap oder das genaue Ergebnis eine höhere Quote als über die reine Siegwette, zahlt das aber mit dem Risiko, dass ein einziger enger Satz die Wette platzen lässt.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.