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Hunderennen Wetten: Wettarten, Rennkarte und der Rennbetrieb dahinter

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Im Kalenderjahr 2022 fanden auf den 20 damals von der Greyhound Board of Great Britain lizenzierten Windhundbahnen in Großbritannien 49.265 Rennen statt. Wenn du bei einem getesteten Wettanbieter auf Hunderennen wetten willst, stehen zwei Fragen am Anfang. Welche Wette gibst du auf ein einzelnes Rennen ab, und worauf stützt du die Auswahl eines Starters? Dieser Ratgeber beantwortet beide, vom Katalog der Wetten bis zu den Zeichen, mit denen eine Rennkarte ihre Starter beschreibt.

Wie läuft ein Hunderennen ab, auf das du online wettest?

Ein Windhundrennen ist ein Lauf über eine feste Distanz. Jeder Starter läuft aus einer eigenen, fest nummerierten Startbox los; nach den Regeln der Greyhound Board of Great Britain ist er genau einer Box zugeordnet und trägt deren Nummer und Farbe als Renndecke. Auch das Feld hat eine feste Obergrenze. Nach den Einstufungsvorgaben von Greyhound Racing Victoria besteht ein reguläres Feld aus höchstens acht Startern, ergänzt um bis zu zwei Reserven.

Die Rennen, die dich online erreichen, kommen aus Großbritannien, Irland und Australien. In Großbritannien überwacht die Greyhound Board of Great Britain den lizenzierten Rennbetrieb. In Irland richtet Rásaíocht Con Éireann den Rennbetrieb aus, darunter das Irish Greyhound Derby im Shelbourne Park über 550 Yards. In Australien zählt der Melbourne Cup im Sandown Park über 515 Meter zu den bedeutenden Wettbewerben.

Hunderennen Wetten auf ein einzelnes Rennen: Sieg, Platz und Each-Way

Drei Grundwetten stehen dir bei Hunderennen Wetten auf jedes einzelne Rennen zur Auswahl. Die Siegwette ist der Einsatz auf den Windhund, der als Erster ins Ziel läuft. Sie gewinnt mit genau einem Rennergebnis.

Die Platzwette gewinnt bereits, wenn der ausgewählte Starter einen der bezahlten Ränge erreicht. Wie viele Ränge bezahlt werden, hängt von der Zahl der Starter ab, und dieselbe Staffel bestimmt zugleich, mit welchem Bruchteil der Siegquote die Platzierung abgerechnet wird:

Zahl der StarterBezahlte PlätzeBruchteil der Siegquote
Fünf bis sieben Starterdie ersten zwei Plätzeein Viertel
Ab acht Starterndie ersten drei Plätzeein Fünftel

Für dich bedeutet diese Staffel, dass dir in einem vollen Feld bei der Platzwette ein Rang mehr zur Verfügung steht, dieser Rang dafür aber mit einem kleineren Bruchteil der Siegquote abgerechnet wird.

Die Each-Way-Wette verbindet beide zu einer Aufgabe. Es werden zwei getrennte Wetten platziert, eine auf den Sieg und eine auf eine Platzierung innerhalb der bezahlten Ränge. Weil der Einsatz für beide Teilwetten anfällt, verdoppelt sich der Gesamteinsatz gegenüber einer einfachen Wette. Bei weniger als fünf Startern wird keine Each-Way-Wette angeboten.

Exakte Reihenfolge und mehrere Rennen in einer Wette

Der Katalog der Hunderennen Wetten reicht über diese Grundwetten hinaus zu Wetten, die mehrere Auswahlen in einer einzigen Wette bündeln. Der Unterschied zur Siegwette liegt in der Zahl der Auswahlen, die gleichzeitig stimmen müssen.

Die Wette First Two in der Variante Straight verlangt, dass die beiden Windhunde, die als Erster und Zweiter einlaufen, in der exakt richtigen Reihenfolge getippt werden. Trotz der zwei Auswahlen zählt sie als eine einzelne Wette. First Three arbeitet in derselben Variante mit drei Startern. Erster, Zweiter und Dritter müssen in genau dieser Abfolge stimmen, und auch das bleibt eine einzelne Wette.

Die Jackpot-Wette reicht über das einzelne Rennen hinaus. Sie verbindet sechs aufeinanderfolgende Rennen eines Renntags, und für jedes dieser sechs Rennen muss der jeweilige Sieger richtig getippt werden.

Bei allen drei Wetten muss jede einzelne Auswahl stimmen, sonst ist die ganze Wette verloren. Das ist die Bedingung dafür, dass mehrere Auswahlen zu einer einzigen Wette zusammenlaufen.

Was die Klassenkennung auf der Rennkarte über das Feld verrät

Grundlegend unterscheidet das britische Klassensystem zwei Arten von Rennen. Ein offenes Rennen (Open Race) steht nach Ausschreibung allen teilnahmeberechtigten Hunden offen. Bei einem eingestuften Rennen (Graded Race) stellt der Rennleiter (Racing Manager) das Feld nach Leistungsstufen zusammen. Für dich als Tipper liegt darin der Unterschied zwischen einem Feld, dessen Starter nach ihrer Leistung zueinander passen, und einem Feld, das aus den eingegangenen Bewerbungen entsteht.

Die Klassenkennung selbst besteht aus zwei Teilen, einem Buchstaben für den Renntyp beziehungsweise die Distanzkategorie und einer Ziffer für die Stufe. Bei der Kennung A1 steht das A für den Renntyp, die 1 für die Stufe. Stufe 1 markiert dabei die höchste Leistungsklasse; eine höhere Ziffer steht folglich für eine niedrigere Stufe.

Diese Kennungen gelten für den britischen Rennbetrieb.

Formzeile, Startbox und Distanz: den einzelnen Starter einschätzen

Deine Auswahl stützt du auf die Zeile, die hinter jedem Hundenamen steht. Die standardisierten Formangaben (Standardised Form) nach den Vorgaben der Greyhound Board of Great Britain erfassen die bisherigen Leistungen eines Hundes. Eine Formzeile enthält dafür Angaben zu Bahn und Renndistanz, die Startbox (Trap), die Zielposition, die Siegerzeit, den Abstand zu anderen Läufern sowie einen Rennverlaufskommentar.

Jeder dieser Bestandteile beantwortet eine eigene Frage. Bahn und Renndistanz sagen dir, unter welchen Bedingungen die Leistung zustande kam. Die Startbox sagt dir, aus welcher Position der Hund damals losgelaufen ist. Zielposition und Siegerzeit geben das Ergebnis, der Abstand zu anderen Läufern zeigt, wie eng dieses Ergebnis ausfiel, und der Rennverlaufskommentar beschreibt, wie der Hund zu seiner Position kam.

Die Greyhound Board of Great Britain ordnet jeder Startbox eine feste Farbe zu, die der Hund auch auf seiner Renndecke trägt. Damit findest du deinen Starter im laufenden Rennen wieder:

StartboxFarbe
1Rot
2Blau
3Weiß
4Schwarz
5Orange
6Weiß-Schwarz gestreift
7Grün
8Gelb-Schwarz halbiert

Bleibt die Distanz. Die Renndistanzen gliedern sich üblicherweise in diese Kategorien:

  • Sprint: etwa 208 bis 305 Meter
  • Mittlere Standarddistanz über vier Kurven: etwa 380 bis 550 Meter
  • Steherdistanz (Stayer) über sechs Kurven: etwa 590 bis 740 Meter
  • Marathon-Distanz

Erst mit der Distanzkategorie lässt sich die Formzeile einordnen: Vergleichbar sind Leistungen, die über dieselbe Kategorie erzielt wurden.

Wie viele Bahnen und Rennen stehen hinter dem Angebot?

Die Greyhound Board of Great Britain überwacht den lizenzierten Rennbetrieb in Großbritannien und führt aktuell 18 lizenzierte Rennbahnen.

In dem Kalenderjahr, in dem die Greyhound Board of Great Britain 20 Windhundbahnen lizenziert hatte, fanden auf diesen Bahnen 49.265 Rennen statt. Das ist der Rennbetrieb, auf den du zugreifst, sobald du online auf Hunderennen wettest.

An der Spitze dieses Rennbetriebs steht das English Greyhound Derby, das in Towcester über 500 Meter ausgetragen wird. Bei der Austragung 2025 zahlte das English Greyhound Derby dem Sieger eine Siegprämie von 175.000 britischen Pfund.

Tempo, Rekordserie und die Namen hinter den Rennbezeichnungen

Guinness World Records führt als Rekord für den schnellsten Windhund eine gemessene Spitze von 67,32 km/h. Eine Bewegungsstudie an Rennwindhunden misst im Rennen Höchstgeschwindigkeiten von über 20 Metern pro Sekunde, also rund 72 km/h. Beide Angaben stammen aus verschiedenen Erhebungen und stehen jeweils für sich.

Aufschlussreicher als die Spitze selbst ist, wie früh sie anliegt: Nach den Messungen dieser Bewegungsstudie erreichen die Hunde ihre Höchstgeschwindigkeit bereits nach weniger als 80 Metern und in unter vier Sekunden nach dem Start. Gegenüber der Renndistanz, über die ein Rennen entschieden wird, fällt die Beschleunigungsphase damit kurz aus.

Ballyregan Bob erzielte zwischen 1985 und 1986 eine weltweite Rekordserie von 32 aufeinanderfolgenden Siegen. Sein Name begegnet dir deshalb heute im Rennkalender wieder. In Brighton and Hove wird das George Curtis and Ballyregan Bob Memorial ausgetragen, benannt nach diesem Hund und seinem Trainer. So kommt ein Hundename zu einer Rennbezeichnung.

Häufige Fragen zu Hunderennen Wetten

Wird eine Each-Way-Wette auf jedes Hunderennen angeboten?

Nein. Bei weniger als fünf Startern wird keine Each-Way-Wette angeboten. Bei fünf bis sieben Startern werden die ersten zwei Plätze mit einem Viertel der Siegquote abgerechnet, ab acht Startern die ersten drei Plätze mit einem Fünftel der Siegquote.

Was unterscheidet ein Open Race von einem Graded Race?

Ein Open Race steht allen teilnahmeberechtigten Hunden nach Ausschreibung offen. Bei einem Graded Race stellt der Rennleiter das Feld nach Leistungsstufen zusammen, die Starter liegen also näher beieinander.

Was steht in der Formzeile eines Windhunds?

Die standardisierten Formangaben nach den Vorgaben der Greyhound Board of Great Britain erfassen die bisherigen Leistungen. Eine Formzeile enthält Bahn und Renndistanz, die Startbox, die Zielposition, die Siegerzeit, den Abstand zu anderen Läufern und einen Rennverlaufskommentar.

Wie schnell läuft ein Rennwindhund?

Guinness World Records führt als Rekord eine gemessene Spitze von 67,32 km/h. Eine Bewegungsstudie misst im Rennen über 20 Meter pro Sekunde, also rund 72 km/h, erreicht nach weniger als 80 Metern und in unter vier Sekunden nach dem Start.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.