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Darts Wetten: 501 Punkte, ein Doppel und die Frage, wer zuerst auf null ist

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Darts Wetten hängen an einer Rechnung, die rückwärts läuft, von 501 Punkten auf genau null. Tippst du zum ersten Mal auf eine Dartspartie, stehen neben den Namen der beiden Spieler ihr 3-Dart-Average und ihre Checkout-Quote. Im Average steckt die Antwort darauf, nach wie vielen Darts ein Spieler ein Leg zumacht, und damit auch, wie viel Spielraum sein Gegner überhaupt bekommt. Dazu kommt das Turnier, denn ob eine Partie in Legs oder in Sätzen gezählt wird und über welche Distanz sie läuft, macht aus demselben Duell zwei verschiedene Wetten. Der kleinste Baustein bleibt dabei immer das Leg, und alles, was am Ende auf dem Wettschein steht, rechnet sich daraus zusammen.

Wie viele Darts braucht ein Spieler für ein Leg?

Jedes Leg beginnt bei 501 Punkten, und gewonnen hat, wer zuerst genau auf null steht. Der Abschluss gelingt nur über ein Doppelfeld oder das Bull, sonst zählt die ganze Aufnahme nicht. Landet ein Spieler unter null, bleibt er auf genau 1 stehen oder erreicht er die null ohne Doppel, hat er sich überworfen, und der Stand von vor der Aufnahme gilt wieder.

Wie schnell jemand diese Punkte abräumt, zeigt der 3-Dart-Average. Gemeint sind die Punkte, die ein Spieler mit drei Darts erzielt. Teilst du 501 durch diesen Average und multiplizierst mit drei, hast du die Zahl der Darts für ein komplettes Leg. Ein Average von 100,20 ergibt genau 15 Darts, also fünf Aufnahmen ohne einen einzigen verschenkten Dart.

Wie viel trennt die Weltspitze von Rang 50?

Über die letzten zwölf Monate liegt Luke Littler mit 101,60 an der Spitze, dahinter kommen Luke Humphries mit 99,72, Gerwyn Price mit 98,75, Gary Anderson mit 98,38 und Michael van Gerwen mit 97,30. Auf Rang 50 derselben Auswertung stehen 91,68 Punkte. Zwischen dem besten und dem fünfzigsten Spieler dieser Liste liegen damit nicht einmal zehn Punkte je Aufnahme, umgerechnet rund 1,6 Darts je Leg.

3-Dart-AverageDarts für ein LegNötige Aufnahmen
91,6816,39sechs
100,2015,00fünf
101,6014,79fünf

Liegt ein Spieler bei 100,20 oder darüber, ist er nach fünf Aufnahmen fertig. Bei 91,68 kommt rechnerisch eine sechste dazu, und die bekommt er erst, nachdem der Gegner noch einmal am Board war. Genau diese eine zusätzliche Aufnahme ist bei Darts Wetten der Punkt, an dem ein Leg noch kippen kann.

Wer ein Leg eröffnet, und was der Gegner dafür braucht

Wer ein Leg eröffnet, wirft drei Darts früher als sein Gegner, und dieser Vorsprung wirkt in jedem einzelnen Leg neu. Festgelegt wird die Reihenfolge vor dem Match mit einem einzigen Wurf aufs Bull. Wer näher dran ist, wirft zuerst und behält dieses Recht in allen ungeraden Legs. Geht die Partie über Sätze, eröffnet er jeden ungeraden Satz, innerhalb eines Satzes wechselt die Reihenfolge dann von Leg zu Leg.

Konkret wirft der Eröffnende die erste, dritte, fünfte und siebte Aufnahme. Macht er das Leg mit seiner fünften Aufnahme zu, also mit dem 15. Dart, hat der Gegner bis dahin vier Aufnahmen gehabt und damit zwölf Darts geworfen. Um ein solches Leg trotzdem zu gewinnen, muss der Gegner es in zwölf Darts auschecken, und das entspricht über die Legdauer einem Average von 125,25. Über ein ganzes Jahr erreicht das niemand aus der Weltspitze, der höchste Wert dieser Liste liegt gut zwanzig Punkte darunter. Ein Zwölfdarter bleibt damit ein einzelnes Ausreißerleg und keine Größe, mit der du planen kannst.

Der zweite Weg führt über ein verpasstes Doppel des Eröffnenden. Wie oft das vorkommt, zeigt die Checkout-Quote, die Trefferquote auf das entscheidende Doppelfeld. Selbst an der Spitze liegt sie bei Luke Littler bei 43,89%, bei James Wade bei 42,95%, bei Gian van Veen bei 42,88% und bei Gerwyn Price bei 42,66%. Mehr als die Hälfte aller Versuche auf das Zielfeld geht also daneben, auch bei den besten Spielern der Tour. Jedes verpasste Doppel gibt dem Gegner drei Darts mehr Zeit, und genau daran, nicht an einem Zwölfdarter, entscheidet sich in der Praxis, ob ein Leg die Seite wechselt.

Welche Zahlen bei Darts Wetten neben dem Ergebnis einzeln gewertet werden

Zwei Ereignisse zählt beim Darts jeder Spielbericht getrennt mit, unabhängig davon, wer die Partie gewinnt: die Höchstaufnahme von 180 Punkten und das höchste Finish. 180 ist das Maximum aus drei Darts, erreichbar nur mit drei Treffern im Triple 20. Das höchste mögliche Finish liegt bei 170, zwei Triple 20 und das innere Bull, weil der letzte Dart eben im Doppel oder im Bull sitzen muss. Im Jargon der Spieler heißt dieses Finish das Big Fish.

Wie viele Höchstaufnahmen in einer Partie fallen, schwankt stark. Bei der ersten WM mit 128 Teilnehmern kamen über alle 127 Partien zusammen 1.127 davon zustande, im Schnitt also knapp neun je Partie über beide Spieler. Der Rekord für eine einzelne WM-Partie liegt bei 24 Höchstaufnahmen eines einzelnen Spielers und bei 42 für beide zusammen, also bei mehr als dem Vierfachen dieses Schnitts.

Ein Endspiel zeigt, wie weit eine Partie von diesem Schnitt entfernt liegen kann. Luke Littler warf gegen Gian van Veen 16 Höchstaufnahmen, sein Gegner neun, und Littler holte sich außerdem das 170er-Finish. Sein Average lag in dieser Partie bei 106,02 gegen 99,94, gewonnen hat er 7:1.

Entscheidend für beide Zahlen ist nicht allein die Länge einer Partie. Die Zahl der gespielten Legs begrenzt zwar die Gelegenheiten, doch ein Spieler mit einem Average über 100 wirft auch in einem kurzen 7:1 mehr Höchstaufnahmen als zwei schwächere Spieler über die volle Distanz. Tippst du bei Darts Wetten auf die Anzahl, zählen deshalb beide Größen, die erwartete Länge der Partie und das Wurfniveau der beiden Spieler.

Zählen bei Darts Wetten Legs oder Sätze?

Beides, und bei Darts Wetten hängt es am Turnier. Die WM wird in Sätzen gespielt, World Matchplay und Premier League dagegen in Legs. Im Satzformat zählt am Ende nur der Satz. Ein Spieler kann in den verlorenen Sätzen jeweils zwei Legs geholt haben und trotzdem klar untergehen, weil ein Satz mit dem dritten gewonnenen Leg entschieden ist und der Legvorsprung darin nicht weiterzählt.

Bei der WM wächst die Distanz mit der Turnierrunde, die ersten vier Runden dabei paarweise.

RundeDistanzSätze zum Sieg
Runde 1 und 2best of 5 Sätze3
Runde 3 und 4best of 7 Sätze4
Viertelfinalebest of 9 Sätze5
Halbfinalebest of 11 Sätze6
Finalebest of 13 Sätze7

Jeder dieser Sätze geht über best of 5 Legs, ist also mit drei Legs entschieden. Nur der Entscheidungssatz läuft anders: Ab 2:2 gewinnt ihn, wer zwei Legs vorne liegt, und steht es 5:5, fällt die Entscheidung in einem einzigen Sudden-Death-Leg. Eine Partie über die volle Distanz kann damit in einem einzelnen Leg kippen, obwohl vorher zwölf Sätze gespielt wurden.

Wie viele Legs eine Partie im Legformat wirklich dauert

Im Legformat steht von der Zahl der gespielten Legs vorher nur die Spanne fest. Eine Partie über best of 11, das Standardmaß der Premier-League-Abende, ist mit dem sechsten gewonnenen Leg vorbei, gespielt werden deshalb zwischen sechs Legs bei einem 6:0 und elf Legs bei einem 6:5. In den Play-offs steigt die Distanz auf best of 19 im Halbfinale und best of 21 im Finale.

Der World Matchplay verlangt zusätzlich zwei Legs Vorsprung. Die Runden reichen dort von first to 10 über first to 11 in Runde zwei und first to 16 im Viertelfinale bis zu first to 17 im Halbfinale und first to 18 im Finale. Steht es bei Erreichen der Distanz nur ein Leg auseinander, wird weitergespielt, und erst nach sechs Extralegs entscheidet ein einzelnes Leg.

Warum beim World Grand Prix jedes Leg mit einem Doppel beginnt

Der World Grand Prix ist das einzige Turnier im PDC-Kalender, in dem ein Leg erst zu zählen beginnt, sobald ein Spieler ein Doppel oder das Bull getroffen hat. Ein Triple 20 zur Eröffnung bringt also keinen einzigen Punkt, solange das Doppel fehlt, und dasselbe Doppel wird am Ende des Legs erneut gebraucht.

Das verlängert die Legs, ohne dass sich am Niveau der Spieler etwas ändert. Zwei Spieler, die sonst fünf Aufnahmen für ein Leg brauchen, kommen hier nicht mit fünf aus, weil beide zuerst ein Feld treffen müssen, das nur einen schmalen Streifen des Boards ausmacht. Scheitert ein Spieler dabei zwei oder drei Aufnahmen lang, liegt er zurück, bevor er überhaupt zu punkten begonnen hat. Für Darts Wetten auf dieses Turnier heißt das, dass Legzahlen und Averages von hier nicht mit denen aus anderen Turnieren vergleichbar sind.

Neun Darts für 501, und warum damit nur ein Leg gewonnen ist

Neun Darts sind das rechnerische Minimum für ein Leg über 501 Punkte, und dieser Wert verlangt über die Legdauer einen Average von 167,00. Das liegt mehr als das Eineinhalbfache über dem besten Zwölfmonatswert der Tour.

Am häufigsten setzt sich ein Neundarter aus zwei Höchstaufnahmen und einem Finish über 141 zusammen, das über Triple 20, Triple 19 und Doppel 12 läuft. Beim World Grand Prix schränkt das Doppel am Anfang die möglichen Wege so weit ein, dass das Leg auf dem Bull enden muss, sofern der Spieler nicht bereits mit dem Bull eröffnet hat. Im Fernsehen ist das dort dreimal gelungen, Brendan Dolan, James Wade und Robert Thornton warfen dabei jedes Mal dieselbe Folge aus 160, 180 und 161.

Für den Ausgang einer Partie sagt ein solches Leg wenig. Josh Rock traf an einem Premier-League-Abend einen Neundarter und verlor dieselbe Partie mit 2:6 gegen Gian van Veen. Neun perfekte Darts bringen genau ein Leg, und in einem Format über sechs oder mehr gewonnene Legs ist das ein Bruchteil der Strecke. Den Neundarter halte ich deshalb für das Ereignis mit dem geringsten Bezug zum Ausgang einer Partie.

Wie viele Partien ein Spieler bis zum WM-Titel gewinnen muss

Sieben, und das gilt seit der Feldvergrößerung für jeden im Turnier. Zur Ausgabe 2025/26 wuchs das Teilnehmerfeld der WM von 96 auf 128 Spieler, und mit dieser Änderung fiel das Freilos der Gesetzten weg. Auch die 32 Spieler der Setzliste greifen jetzt in der ersten Runde ein, während sie früher erst in Runde zwei einstiegen.

Ein K.-o.-Baum ohne Freilose halbiert das Feld in jeder Runde, von 128 über 64, 32, 16, 8 und 4 auf zwei Spieler im Finale. Das sind sieben Runden und damit sieben Siege bis zum Titel, für die Gesetzten eine Partie mehr als früher. Setzt du bei Darts Wetten früh auf einen Titelfavoriten, hast du damit eine Ausscheidungsrunde mehr gegen dich, und zwar gegen einen Gegner, auf den er im alten Format gar nicht getroffen wäre.

Ins Feld führen drei Wege. Die ersten 40 Plätze gehen an die Spitze der zweijährigen PDC Order of Merit, die nächsten 40 an die bestplatzierten Spieler der einjährigen Pro Tour Order of Merit, und die restlichen 48 werden über internationale Qualifikationen ausgespielt, wobei mindestens vier Startplätze für Frauen reserviert sind. 48 der 128 Plätze hängen damit an keiner Rangliste.

Wann im Jahr welches Dartsturnier läuft

Willst du Dart Wetten nicht auf die WM beschränken, findest du fast ganzjährig Partien. Den Kalender füllt vor allem die Pro Tour mit mehr als 30 Players Championships und 15 European-Tour-Turnieren in einer Saison. Eine Tour Card halten 128 Profis, und diese Karte, nicht die Setzliste der WM, öffnet ihnen alle Players Championships.

Vier Turniere liegen fest über das Jahr verteilt. Die Premier League läuft von Februar bis Mai an Donnerstagen, der World Matchplay fällt in den Juli, der World Grand Prix in den Oktober, und die WM zieht sich über Dezember und Januar. Zwischen diesen Blöcken bleibt kaum eine Lücke, weil die Pro-Tour-Turniere die Wochen dazwischen füllen.

In das Feld eines European-Tour-Turniers führen mehrere Wege. Es kommt aus der PDC Order of Merit und der Pro Tour Order of Merit, dazu aus einer Qualifikation der Tour-Card-Inhaber und drei regionalen Qualifikationen. Die besten 32 der European Tour Order of Merit erreichen am Ende die European Championship.

Warum die Premier League 16 einzelne Abende sind

Die Premier League besteht aus einer Reihe eigenständiger Abende. Jeder Ligaabend ist ein Achterturnier im K.-o.-System, und wer dort ins Halbfinale kommt, bekommt zwei Punkte, für eine Finalteilnahme gibt es drei und für den Abendsieg fünf. Nach 16 Ligaabenden ziehen die vier besten der Tabelle in die Play-offs ein, die an einem eigenen Finalabend ausgespielt werden.

Scheidet ein Spieler schon in seiner ersten Partie des Abends aus, geht er mit null Punkten nach Hause, selbst wenn er dabei den höheren Average geworfen hat als der Sieger des Abends.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.