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Handball Wetten: ein Spiel mit rund 60 Toren richtig einschätzen

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Handball Wetten treffen auf eine Sportart, in der beide Mannschaften zusammen etwa im Minutentakt treffen. Aus dieser Menge an Toren lässt sich eine Partie kaum über einzelne Szenen einschätzen, wohl aber über die Größen, die ein Handballspiel beschreiben. Dazu kommt, dass sich der Sport zwischen zwei Betriebsformen bewegt, dem Ligaalltag über 34 Spieltage und einem Turnier der Nationalmannschaften mit eigenem Modus. Ich habe mir die Bilanzen zweier Bundesligaspielzeiten, einer Weltmeisterschaft und einer Europameisterschaft angesehen und die Spielregeln danebengelegt.

Wie viele Tore fallen in einem Handballspiel?

Im Spitzenhandball der Männer bringt ein Spiel zwischen 58 und 63 Toren, und das gilt für den Ligabetrieb wie für ein großes Turnier. In der Handball-Bundesliga lagen zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten bei 58,87 und 60,40 Toren pro Partie, eine komplette Weltmeisterschaft der Männer bei 58,25 und eine Europameisterschaft bei 62,25.

WettbewerbTore gesamtSpieleTore pro Spiel
Handball-Bundesliga 2024/2518.01530658,87
Handball-Bundesliga 2025/2618.48330660,40
Weltmeisterschaft der Männer 20256.29110858,25
Europameisterschaft der Männer 20264.0466562,25

Diese Spanne ist schmal genug, dass du sie im Kopf haben kannst, ohne für jeden Wettbewerb neu zu rechnen. Innerhalb der Bundesliga hat sich der Schnitt allerdings von einer Saison zur nächsten um anderthalb Tore verschoben, was bei einer zu tippenden Torsumme in genau diesem Bereich den Ausschlag geben kann.

Warum der Schnitt einer Liga für die einzelne Partie nur der Ausgangspunkt ist

Viel weiter auseinander als die Jahrgänge liegen die Mannschaften. In der jüngeren der beiden Bundesligasaisons warfen die Füchse Berlin als bester Angriff 1.221 Tore in 34 Spielen und damit 35,9 pro Partie, der HC Erlangen als schwächster 936 Tore und damit 27,5. Zwischen dem stärksten und dem schwächsten Angriff der Liga liegen also 8,4 Tore pro Spiel, mehr als das Fünffache dessen, was die beiden Saisonschnitte trennt.

Für die zu erwartende Torsumme wiegt die Paarung damit deutlich schwerer als der Jahrgang. Der Wettbewerbsschnitt ist für Handball Wetten auf eine Torsumme der Ausgangswert, die Angriffsbilanzen der beiden Mannschaften sind die Korrektur darauf.

Wie oft ein Handballspiel unentschieden endet

Der dritte Ausgang kommt im Handball öfter vor, als die hohen Torzahlen vermuten lassen. In einer Bundesligasaison endeten 22 der 306 Partien remis, das sind 7,2%. In der folgenden Spielzeit waren es 41 Unentschieden und damit 13,4%, fast doppelt so viele bei identischer Spielzahl. Rechnet man beide Saisons zusammen, kommen 63 Remis auf 612 Spiele, also 10,3%.

Zwischen den beiden Einzelwerten liegen 6,2 Prozentpunkte, und diese Streuung ist fast so groß wie der niedrigere der beiden Werte selbst. Wer den Remisanteil einer einzelnen Spielzeit als Anhaltspunkt nimmt, kann damit im nächsten Jahr um ein Vielfaches danebenliegen. Der Wert über beide Saisons steht auf der doppelten Datenmenge: Etwa jedes zehnte Spiel endet ohne Sieger.

Was das Heimrecht bei Handball Wetten wirklich wert ist

Wie viel das Heimrecht im Handball wert ist, unterscheidet sich zwischen starken und schwachen Mannschaften um mehr als 60 Prozentpunkte. Eine Auswertung von 6.028 Spielen aus sieben europäischen Topligen über vier Saisons hat die Teams nach ihrem Niveau in starke, mittlere und schwache Mannschaften geteilt. Eine schwache Mannschaft gewinnt danach in der eigenen Halle nicht einmal jedes dritte Spiel, eine starke verliert dort kaum eines.

LeistungsklasseSieben europäische TopligenHandball-Bundesliga
stark92,27%87,65%
mittel60,97%66,45%
schwach31,67%35,63%

Das Heimrecht allein trägt eine Einschätzung deshalb nicht. Erst zusammen mit der Leistungsklasse der Heimmannschaft wird daraus eine brauchbare Ausgangslage, und dieselbe Aussage „zu Hause ist die Mannschaft stärker“ bedeutet für die oberste und die unterste Gruppe etwas völlig Verschiedenes.

Innerhalb dieser Auswertung fällt die Handball-Bundesliga durch eine engere Spreizung auf. Sie schrumpft von gut 60 auf 52 Prozentpunkte, weil die Topteams zu Hause etwas mehr liegen lassen als im Mittel aller sieben Ligen, die schwachen Mannschaften dagegen etwas mehr holen. Für dich heißt das, dass ein Auswärtstipp gegen eine schwache Bundesligamannschaft weniger klar ist, als es der europäische Gesamtwert nahelegt.

Wie oft fallen Zeitstrafen, und wann ist ein Spieler endgültig draußen?

Über eine komplette Weltmeisterschaft wurden 677 Zeitstrafen in 108 Partien verhängt, das sind 6,27 pro Spiel, bei einer Europameisterschaft 401 in 65 Partien und damit 6,17. Über zwei verschiedene Turniere mit verschiedenen Teilnehmerfeldern liegt der Schnitt also praktisch gleich.

Für eine einzelne Partie ist dieser Wert trotzdem nur ein Mittelwert. Wie stark die Zahl der Hinausstellungen von Spiel zu Spiel schwankt, geht aus einer Turnierbilanz nicht hervor, und wie viel Zeit eine Mannschaft tatsächlich in Unterzahl verbringt, lässt sich daraus erst recht nicht ableiten: Sitzen Spieler beider Mannschaften gleichzeitig draußen, sind beide Teams dezimiert, und aus der Zahl der Strafen wird kein Vorteil für eine Seite.

Jede einzelne Hinausstellung kostet zwei Minuten, so lange spielt die bestrafte Mannschaft mit einem Feldspieler weniger. Härter trifft die dritte Hinausstellung desselben Spielers: Sie ist immer mit einer Disqualifikation verbunden, und die gilt für den Rest der Spielzeit. Auf dem Feld ist die Mannschaft nach zwei Minuten wieder komplett, der Spieler selbst fehlt bis zum Schlusssignal. Trifft es einen Leistungsträger, verschiebt das die Kräfte für die restliche Partie, ohne dass an der Zahl der Spieler etwas sichtbar wäre.

Verlängerung und Siebenmeterwerfen zählen für die Wette nicht mit

Abgerechnet wird der Stand nach der regulären Spielzeit, und die beträgt im Handball zweimal 30 Minuten. Steht es dann unentschieden und muss eine Entscheidung fallen, folgt eine Verlängerung von zweimal 5 Minuten, danach gegebenenfalls eine zweite derselben Länge, und erst wenn auch die keine Entscheidung bringt, kommt das Siebenmeterwerfen.

Dass die Verlängerung ein eigener Abschnitt ist und nicht die Fortsetzung des Spiels, zeigt sich auch an den Auszeiten. In jeder Halbzeit der regulären Spielzeit steht jeder Mannschaft ein Team-Time-out von einer Minute zu, in den Verlängerungen keines mehr. Was nach 60 Minuten kommt, läuft also unter anderen Bedingungen ab als das, worauf du gesetzt hast.

Für Handball Wetten hat das eine Folge, die gerade bei K.-o.-Spielen überrascht. Ein Team, das die Partie erst in der Verlängerung oder von der Siebenmeterlinie für sich entscheidet, kommt im Turnier weiter, gilt für die Wette aber nicht als Sieger. Umgekehrt gewinnt ein Tipp auf das Unentschieden, obwohl am Ende des Abends ein Sieger feststeht.

Abgebrochene Partien folgen einer eigenen Grenze. Mindestens 50 Minuten müssen gespielt sein, sonst ist die Wette ungültig und der Einsatz kommt zurück. Wird der Abbruch später ausgesprochen, bleibt sie gültig, obwohl ein Teil der regulären Spielzeit nie stattgefunden hat.

Was bei WM und EM aus der Vorrunde in die Hauptrunde mitgeht

Bei beiden großen Turnieren werden die Ergebnisse gegen Mannschaften aus der eigenen Vorrundengruppe, die es ebenfalls in die Hauptrunde schaffen, dorthin übernommen. Ein Vorrundenspiel ist damit nicht in jedem Fall mit dem Schlusssignal erledigt. Bei der Weltmeisterschaft treten 32 Mannschaften in acht Gruppen zu je vier Teams an, jede spielt drei Partien, und die besten drei jeder Gruppe kommen weiter. Bei der Europameisterschaft sind es 24 Mannschaften in sechs Gruppen, und nur die ersten beiden erreichen die Hauptrunde.

Aus diesem Unterschied folgt für Handball Wetten mehr, als die beiden Feldgrößen vermuten lassen. Für eine Mannschaft, die es schafft, wirken bei der Weltmeisterschaft zwei ihrer drei Vorrundenspiele in der Hauptrunde nach, weil zwei ihrer drei Gegner ebenfalls weiterkommen. Bei der Europameisterschaft ist es nur eines von dreien. Ein Vorrundenspiel wirkt bei der Weltmeisterschaft damit doppelt so häufig über die eigene Gruppe hinaus.

Warum ein hoher Sieg in der Vorrunde noch zwei Spieltage später zählt

Übernommen wird das komplette Ergebnis, mit den Punkten und allen Toren. Die Torzahlen gehen in der Vorrunde aber weit auseinander, weil dort Mannschaften sehr unterschiedlicher Stärke in derselben Gruppe stehen. Bei einer Weltmeisterschaft schlug Dänemark seinen Gruppengegner Italien mit 39:20, und diese 19 Tore Differenz standen anschließend in der Hauptrundentabelle.

Eine Mannschaft, die ihre mitqualifizierten Gegner hoch geschlagen hat, startet dort also mit einem Guthaben aus Partien, die zu diesem Zeitpunkt schon zwei Spieltage zurückliegen. Ihr Hauptrundenstand beschreibt damit nicht nur, wie sie in der Hauptrunde gespielt hat.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.