Padel Wetten führen dich auf einen Platz, der auf allen vier Seiten geschlossen ist, hinten mit Glas, seitlich mit Gitter. Der Ball bleibt daran im Spiel, statt aus dem Feld zu fliegen, und ein Punkt läuft deshalb manchmal weiter, wenn er beendet aussieht. Wie viel Zeit ein Paar dafür hat und wann der Punkt trotzdem weg ist, steht auf die Sekunde und auf den Zentimeter im Regelwerk. Auf dem Wettschein siehst du davon nichts, dort stehen nur zwei Paare und ihre Quoten.
Dein Tipp bei Padel Wetten gilt immer einem Paar
Wer im Wettangebot eine Padelpartie anklickt, wählt eine Seite mit zwei Spielern. Das Regelwerk kennt als Partei ausschließlich das Paar. Ein Spieler bringt den Ball ins Spiel, der diagonal gegenüberstehende Spieler nimmt ihn an, und gewertet wird immer die Leistung beider zusammen. Eine Einzelpartie gibt es im Regelwerk der Profitour nicht. Wer also wegen eines starken Spielers tippt, tippt den zweiten Namen mit, und der entscheidet die Partie genauso.
Eine Padelpartie endet außerdem nie unentschieden, weil jeder Satz einen Sieger hat und mit dem zweiten gewonnenen Satz die Partie entschieden ist. Auf dem Wettschein stehen deshalb nur zwei Ausgänge, das erste Paar oder das zweite. Ein Einsatz auf ein Paar deckt damit die Hälfte aller möglichen Ergebnisse ab.
Im Programm stehen Padelpartien in Turnierwochen. Ein Turnier der Profitour zieht sich vom ersten Spieltag bis zum Endspiel über etwa eine Woche, und in dieser Woche fallen die Partien dicht hintereinander. Wer regelmäßig Padel Wetten abgeben will, richtet sich damit nach dem Turnierkalender und nicht nach festen Wochenendterminen.
Wie wird bei Padel gezählt, wenn es 40:40 steht?
Bei 40:40 fällt auf der Profitour noch kein Entscheidungspunkt, aber ab da sind es höchstens fünf Punkte bis zum Ende des Games. Gezählt wird nach dem Star-Point-System, und das gibt beiden Paaren zwei reguläre Vorteile: Nach dem ersten Einstand folgt Vorteil 1, wer ihn hält, gewinnt das Game, wer ihn verliert, steht bei Einstand 2. Nach Vorteil 2 gilt dasselbe, und beim dritten Einstand ist Schluss mit dem Hin und Her. Dann entscheidet ein einzelner Punkt.
Das Regelwerk führt drei Zählmethoden nebeneinander, und nur eine davon gilt auf der Tour. Beim klassischen Vorteil geht es nach jedem Einstand ohne Obergrenze weiter, bis ein Paar zwei Punkte in Folge holt. Beim Golden Point fällt der Entscheidungspunkt schon beim ersten Gleichstand. Das Star-Point-System liegt dazwischen: Es begrenzt das Game, lässt aber zwei Vorteile zu, und es ist auf allen Turnieren der Profitour und in jeder Runde angesetzt.
Für den Entscheidungspunkt wählt das rückschlagende Paar, ob es den Aufschlag auf der rechten oder der linken Seite annimmt, und es darf seine Positionen dafür nicht tauschen. Mit der Seite steht damit auch fest, welcher der beiden Spieler den Punkt annimmt: Wer links steht, nimmt links an. Ein Paar mit einem deutlich stärkeren Rückschläger bringt über diese Wahl genau ihn an den Ball, und ein Paar, dessen stärkerer Rückschläger auf der ungünstigen Seite steht, kommt an diese Möglichkeit nicht heran.
Wie viele Games und Sätze eine Partie höchstens umfasst
Nach oben ist die Partie ebenfalls klar begrenzt. Einen Satz gewinnt das Paar mit 6 Games und 2 Games Vorsprung; steht es 5:5, wird auf 7:5 gespielt, und bei 6:6 folgt der Tiebreak bis 7 Punkte mit 2 Punkten Vorsprung. Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze, ein Satz ohne Tiebreak ist nicht vorgesehen. Ein einzelner Satz umfasst damit höchstens 13 Games, und mehr als drei Sätze kann eine Padelpartie nicht dauern. Eine Partie ist also bei 39 Games erschöpft, während nach unten 12 gewonnene Games in zwei Sätzen reichen.
Wie oft das aufschlagende Paar den Punkt macht
Über 980 ausgewertete Punkte eines Profiturniers holte das aufschlagende Paar 59,3% aller Punkte. Dieser Vorsprung hängt allerdings an der Länge des Ballwechsels, und er hält nicht bis zum Ende eines langen Punktes.
| Länge des Ballwechsels | Punkte für das aufschlagende Paar |
|---|---|
| bis 6 Schläge | 71% |
| bis 12 Schläge | 57% |
| ab 13 Schlägen | 47% |
Ab dem dreizehnten Schlag liegt das rückschlagende Paar vorn, und zwischen der kürzesten und der längsten Gruppe liegen 24 Prozentpunkte. Der Gesamtwert von 59,3% bleibt dagegen nur 9,3 Prozentpunkte über einer gleichmäßigen Verteilung. Für deinen Tipp auf Padel Wetten heißt das, dass ein starker Aufschlag ein Paar nur so weit trägt, wie es die Punkte kurz hält.
Zwei weitere Werte derselben Erhebung setzen den Aufschlag noch enger. 88,5% der Punkte begannen mit dem ersten Aufschlag, der zweite kam also selten überhaupt zum Einsatz. Und je näher der letzte Schlag eines Punktes am Netz fiel, desto höher lag die Wahrscheinlichkeit, ihn zu gewinnen. Ein Paar, das nach dem Aufschlag nicht ans Netz kommt, gibt seinen Vorteil damit während des Ballwechsels ab.
Wie lange ein Punkt dauert und welche Pausen festgeschrieben sind
Fast die Hälfte der Punkte ist vorbei, bevor sich ein Ballwechsel überhaupt entwickelt. In derselben Auswertung dauerten 44,8% der Punkte zwischen 1 und 10 Sekunden, weitere 30% zwischen 11 und 20 Sekunden, im Mittel kam ein Punkt auf 15,23 Sekunden. Drei von vier Punkten waren dort also nach höchstens 20 Sekunden entschieden.
Die erlaubten Pausen dazwischen sind länger als die Punkte selbst. Zwischen zwei Punkten stehen höchstens 20 Sekunden, für den Seitenwechsel 90 Sekunden, nach einem gespielten Satz 120 Sekunden. Ein Paar, das sich zwischen den Punkten Zeit nimmt, kann eine Partie also spürbar in die Länge ziehen, ohne eine Regel zu brechen.
Bei einer behandelbaren Verletzung kommt eine weitere Unterbrechung hinzu. Dem betroffenen Spieler stehen 3 Minuten Behandlung zu, und für dieselbe Verletzung darf er sie in den beiden folgenden Seitenwechseln noch zweimal in Anspruch nehmen, danach nicht mehr. Wer sich also im ersten Satz behandeln lässt, hat für diese Verletzung nach dem zweiten Seitenwechsel danach keinen Anspruch mehr.
Welche Pause zwischen zwei Partien am selben Tag vorgeschrieben ist
In einer Turnierwoche kommt es vor, dass ein Paar zweimal an einem Tag antreten muss. Die Mindestpause richtet sich dann nach der Länge der vorigen Partie: 1 Stunde nach weniger als 1 Stunde Spielzeit, 90 Minuten nach 1 bis 1,5 Stunden, 2 Stunden bei allem darüber. Die längere Partie bringt damit die längere Pause, doch der Ausgleich fällt knapp aus. Zwischen einer Partie unter einer Stunde und einer über anderthalb Stunden liegt eine Stunde zusätzliche Erholung, während die Spielzeit selbst um mehr als eine halbe Stunde auseinandergehen kann. Wann eine Partie wirklich angesetzt wird, entscheidet danach der Spielplan des Turniers.
Wann der Punkt an Wand, Gitter und außerhalb des Platzes verloren ist
Ein Ball, der an der Wand landet, ist bei Padel Wetten nicht automatisch der verlorene Punkt. Springt er zuerst regulär im gegnerischen Feld auf, bleibt er an Wänden und Gitter im Spiel und muss nur vor dem zweiten Aufsprung zurückgespielt werden. Gitter und Rahmen zählen dabei vollständig zur Umfassung, es gibt also keine Stelle, an der ein Treffer gegen das Metall den Punkt beendet. An dieser einen Bedingung, dem regulären ersten Bodenkontakt im Feld des Gegners, hängt fast jede Wandregel dieser Sportart.
Sie gilt auch in die andere Richtung. Fliegt dein zurückgespielter Ball direkt oder über die eigene Wand gegen Wand oder Gitter der Gegenseite, ohne dort zuvor aufgesprungen zu sein, ist der Punkt verloren. Derselbe Aufsprung entscheidet damit über zwei Dinge, über das Weiterspielen an der Wand und über die Gültigkeit deines eigenen Schlags.
Verlässt der Ball nach korrektem Aufsprung den Platz, darf ihn ein Spieler dort weiterspielen, und dann entscheidet die Richtung. Geht er über die Rückwand hinaus, ist der Punkt sofort verloren. Verlässt er den Platz über die Seitenwand oder durch den Zugang, lebt er weiter, bis er ein zweites Mal aufspringt oder einen platzfremden Gegenstand berührt. Hinter der Seitenwand kann ein Paar einen Punkt also noch retten, hinter der Rückwand nicht.
Beim Aufschlag wirkt das Gitter umgekehrt. Berührt der Ball es nach dem Aufsprung im Annahmefeld, noch vor seinem zweiten Bodenkontakt, ist der Aufschlag ein Fehler; im Ballwechsel hätte derselbe Kontakt den Ball im Spiel gehalten. Und ein Fall kostet den Punkt ganz ohne Zutun des Gegners: Reißt die vorgeschriebene Sicherheitsschnur am Schläger oder verliert ein Spieler den Schläger, ist der laufende Punkt sofort verloren.
Wann ein liegen gebliebener Ball den Punkt gewinnt
An zwei Stellen des Platzes bleibt der Ball einfach liegen. Hängt er nach dem Aufsprung im gegnerischen Feld in einem Loch des Gitters oder liegt er auf der waagerechten Oberkante der Wand, gewinnt das Paar den Punkt, das ihn dorthin gespielt hat. Wiederholt wird in diesem Fall nichts.
Wann Aufschlag oder Punkt neu beginnen
Berührt der Aufschlag Netz oder Pfosten und springt danach im Annahmefeld auf, wird er noch einmal ausgeführt. Trifft das den ersten Aufschlag, hat das aufschlagende Paar wieder zwei Versuche, weil der ganze Punkt neu beginnt; trifft es den zweiten, bleibt es bei diesem einen.
Davon getrennt steht die Wiederholung des Punktes selbst. Platzt der Ball im laufenden Ballwechsel oder gerät ein platzfremder Gegenstand auf den Platz, wird der Punkt wiederholt, auch wenn ein Paar den Ballwechsel gerade klar im Griff hatte.
Wann die Videoüberprüfung einen Punkt kippt
Jedes Paar hat zwei falsche Anträge pro Satz, und nur die falschen zählen: Wer richtig liegt, behält sein Kontingent und kann im selben Satz weiter überprüfen lassen. Erst der zweite Irrtum nimmt einem Paar für diesen Satz die Möglichkeit.
Ob überhaupt überprüft werden kann, hängt am Turnier und am Platz. Im Hauptfeld der Turniere der beiden höchsten Turnierkategorien ist mindestens ein Videoüberprüfungssystem auf dem Hauptplatz vorgeschrieben, in der Kategorie darunter ist es nur empfohlen. Eine strittige Entscheidung auf einem Nebenplatz oder bei einem kleineren Turnier bleibt deshalb so stehen, wie sie gefallen ist.
Auch der Weg zum Antrag ist geregelt. Zulässig ist er nur nach einem klaren Schlag oder nachdem das Paar das Spiel selbst unterbrochen hat. Kommt er zu spät oder auf falschem Weg, kann der Schiedsrichter auf Behinderung entscheiden und dem beantragenden Paar den Punkt abziehen. Ein Einspruch kann bei Padel Wetten also den Punkt kosten, um den es gerade geht.
Nicht jede Überprüfung führt zu einem Ergebnis. Lässt sich die Szene nicht auflösen, bleibt die ursprüngliche Entscheidung stehen, und der Antrag wird dem Paar nicht abgezogen. Kann der Stuhlschiedsrichter selbst nicht entscheiden, wird der Punkt wiederholt.
Wie Setzliste und Punktewertung zustande kommen
Die Rangliste im Padel ist eine Einzelwertung, gesetzt werden aber Paare. Zusammengelegt werden dafür die Ranglistenpunkte beider Spieler, mit dem Stand der letzten Aktualisierung vor der Auslosung. Ein Paar rückt also auch dann weit nach vorne, wenn ein Spieler fast alle Punkte mitbringt und der andere kaum welche beisteuert. Genau dort lohnt für deinen Tipp der zweite Blick: Die Setzung sagt dir, wie viele Punkte in diesem Paar zusammenkommen, nicht, wie sie sich auf zwei Spieler verteilen. Haben zwei Paare denselben Wert, rückt das Paar mit dem höher platzierten Einzelspieler vor, und erst danach entscheidet das Los.
Gezählt werden je Spieler die 22 besten Ergebnisse, und jeder Punkt bleibt 52 Wochen gültig, gerechnet ab dem Montag nach dem Turnierende. Treten zwei Turniere in dieselbe Woche, zählt nur das bessere Ergebnis. Wer seine Platzierung halten will, braucht deshalb Ergebnisse, die die schwächsten seiner 22 Wertungen verdrängen; zusätzliche Starts allein bringen ihm nichts. Ein Spieler, der vor einem Jahr ein großes Turnier gewonnen hat, verliert diese Punkte auf den Tag genau wieder, und mit ihnen kann die Setzung seines Paares fallen, ohne dass sich am Spiel etwas geändert hat.
Was ein Turniersieg zählt, entscheidet die Kategorie, und die Spanne innerhalb der Profitour ist erheblich.
| Turnier | Punkte für den Turniersieg |
|---|---|
| Major der Profitour | 2.000 |
| Premier Padel Finals, das Abschlussturnier | 1.500 |
| P1 der Profitour | 1.000 |
| P2 der Profitour | 600 |
| Platinum bis Bronze der Cupra FIP Tour | 300 bis 40 |
Ein Spieler bräuchte mehr als sechs Siege auf der höchsten Stufe der nachgelagerten Tour, um so viele Punkte zu holen wie mit einem einzigen Major-Titel. Wie viele Paare eines Feldes überhaupt gesetzt werden, hängt an seiner Größe. Umfasst das Hauptfeld 24 bis 32 Paare, sind 8 Paare gesetzt, bei 40 bis 48 Paaren sind es 16. Für alle übrigen Paare entscheidet die Auslosung, wie früh sie auf ein Spitzenpaar treffen.
Wer beim Abschlussturnier überhaupt antritt
Das Abschlussturnier der Tour spielen 8 Paare im Ausscheidungsformat, mit Viertelfinale, Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Endspiel. Für die Zulassung gelten zwei getrennte Bedingungen: Zugelassen sind die 16 bestplatzierten Spieler, und antreten darf nur, wer mindestens 15 Turniere der Tour gespielt hat. Ein Spieler mit wenigen Starts kann dort also fehlen, obwohl seine Punkte reichen würden. Wer Padel Wetten auf dieses Turnier abgibt, liest das Feld deshalb nicht aus der Rangliste allein ab.