Biathlon Wetten stehen vor allem im Winter hoch im Kurs, wenn der Weltcup läuft und an einem einzigen Wochenende gleich mehrere Rennen anstehen. Wer hier gewinnt, bringt schnelles Laufen auf der Loipe und eine ruhige Hand am Schießstand zusammen. Ein Favorit kann ein Rennen lange anführen und es mit ein paar Fehlschüssen wieder aus der Hand geben.
Welche Wettarten gibt es bei Biathlon Wetten?
Die gängigste Wahl bei Biathlon Wetten ist der Rennsieger, also der Tipp darauf, wer zuerst über die Ziellinie kommt. Daneben stehen Langzeitwetten, die sich über die ganze Saison ziehen, etwa auf den Sieger im Gesamtweltcup oder auf eine einzelne Disziplinwertung wie die aller Sprintrennen eines Winters. Dazu kommt das direkte Duell zweier Athleten über eine Saison, bei dem nur zählt, wer von beiden am Ende vorn liegt, ganz gleich, wer die einzelnen Rennen gewinnt.
Abgerechnet wird immer nach dem offiziellen Endergebnis des Verbands. Wird ein Athlet im Rennen disqualifiziert, zählt deine Wette auf ihn als verloren. Bricht ein Rennen ab, ohne dass ein offizieller Sieger feststeht, wird die Wette ungültig und dein Einsatz kommt zurück. Und tritt ein Athlet, auf den du eine Langzeitwette laufen hast, gar nicht erst an, ist diese Wette verloren.
Ein eigener Fall ist der Gleichstand. Teilen sich zwei Athleten am Ende eine Platzierung, greift die Dead-Heat-Regel. Dein Einsatz wird dann aufgeteilt, und nur der Anteil, der dem geteilten Platz entspricht, wird zur vollen Quote abgerechnet, der Rest gilt als verloren.
Wie viel ein Schießfehler wirklich kostet
Bei jeder Schießeinlage gibt ein Athlet fünf Schuss auf fünf Scheiben ab. Jede Scheibe, die er stehen lässt, kostet ihn Zeit, aber je nach Rennen unterschiedlich viel. In Sprint, Verfolgung und Massenstart läuft er für jeden Fehler eine 150 Meter lange Strafrunde. Die kostet, je nach Laufstärke, rund 20 bis 30 Sekunden, im Schnitt etwa 26.
Im Einzel gilt eine andere Regel. Dort gibt es keine Strafrunde, sondern pro Fehlschuss eine volle Strafminute, die am Ende auf die Laufzeit addiert wird. Ein Fehler wiegt damit im Einzel etwa doppelt so schwer wie im Sprint. Ein treffsicherer Schütze, der beim Laufen nur Mittelmaß ist, steht im Einzel deshalb deutlich besser da als in jedem anderen Rennen, weil ein einziger Fehler der Konkurrenz dort eine ganze Minute kostet.
Bei welchen Biathlon Wetten zählt Schießen mehr als Laufen?
Welcher Athletentyp im Vorteil ist, der starke Läufer oder der sichere Schütze, verschiebt sich von Disziplin zu Disziplin. Je öfter ein Athlet an den Schießstand muss und je härter ein Fehler bestraft wird, desto schwerer wiegt die Treffsicherheit gegenüber der reinen Laufzeit.
| Disziplin | Distanz Männer / Frauen | Schießeinlagen | Strafart |
|---|---|---|---|
| Sprint | 10 / 7,5 km | 2 (liegend, stehend) | Strafrunde |
| Verfolgung | 12,5 / 10 km | 4 (liegend, liegend, stehend, stehend) | Strafrunde |
| Massenstart | 15 / 12,5 km | 4 (liegend, liegend, stehend, stehend) | Strafrunde |
| Einzel | 20 / 15 km | 4 (liegend, stehend, liegend, stehend) | Strafminute |
Am deutlichsten sind die beiden Ränder. Im Sprint wird nur zweimal geschossen, und die Strecke ist am kürzesten, hier kann ein schneller Läufer einen einzelnen Fehler mit Tempo eher ausgleichen. Im Einzel wirkt die längste Strecke zunächst wie ein Vorteil für den starken Läufer, doch mit der vollen Strafminute pro Fehler zählt am Ende die Treffsicherheit mehr als dieser Streckenvorteil. Verfolgung und Massenstart liegen dazwischen, mit vier Schießen wie im Einzel, aber der milderen Strafrunde wie im Sprint.
Woran du in Verfolgung, Massenstart und Intervallstart den Sieger erkennst
In der Verfolgung, dem Jagdstart, starten die besten 60 des vorangegangenen Sprints, und zwar mit genau dem Zeitrückstand, den sie dort auf den Sieger hatten. Wer im Sprint 20 Sekunden zurücklag, geht 20 Sekunden später auf die Strecke. Dadurch gewinnt einfach, wer als Erster über die Ziellinie kommt, und deine Verfolgungswette baust du direkt auf dem Sprintergebnis auf, denn wer dort vorn lag und sicher schießt, bringt seinen Vorsprung oft bis ins Ziel.
Der Massenstart ist das direkte Duell. Alle 30 Athleten gehen gleichzeitig auf die Strecke, im Weltcup die besten 25 des Gesamtweltcups plus die stärksten der laufenden Weltcupwoche. Einen Zeitvorsprung oder Rückstand aus einem früheren Rennen gibt es nicht, es zählt allein, wer zuerst im Ziel ist. Weil das Feld klein und durchweg stark ist, liegen die Sieganwärter enger beieinander als in den übrigen Rennen.
Einzel und Sprint laufen im Intervallstart. Die Athleten gehen einzeln im Abstand von 30 Sekunden auf die Strecke, und die Uhr läuft für jeden von ihnen separat durch. Am Ende gewinnt die beste Gesamtzeit, auch wenn auf der Strecke zeitweise ein anderer vorn zu sehen ist, der schlicht früher gestartet ist. Für deine Biathlon Wetten zählt am Ende die gelaufene Zeit, nicht die Position auf der Loipe, denn der Zwischenstand im Bild kann täuschen.
FAQ
Der verkürzte Einzelwettkampf ist eine kleinere Fassung des klassischen Einzels. Die Strecke ist kürzer, 15 km bei den Männern und 12,5 km bei den Frauen, geschossen wird aber weiterhin viermal. Der wichtigste Unterschied steckt in der Strafe, denn ein Fehlschuss kostet hier nur 45 Sekunden statt der vollen Minute wie im normalen Einzel.
In der Staffel darf jeder Athlet pro Schießen bis zu drei Nachladepatronen nutzen. Zusammen mit den fünf regulären Schuss sind das höchstens acht Patronen für die fünf Scheiben. Erst wenn danach noch eine Scheibe steht, muss er eine Strafrunde laufen. Ein Nachlader kostet rund zehn Sekunden, viel weniger als eine Strafrunde, deshalb kann ein Athlet einen Wackler am Schießstand oft noch auffangen, bevor er echte Zeit verliert.