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Baseball Wetten: Moneyline, Run Line und der Pitcher als Schlüssel zur MLB

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Baseball Wetten sind in Europa wenig verbreitet, denn die Spiele der MLB laufen wegen der Zeitverschiebung bei uns oft erst mitten in der Nacht. Ihre Teams und ein Begriff wie die Moneyline begegnen einem hier im Sportalltag so gut wie nie, während der Wettschein sie ganz selbstverständlich nebeneinanderstellt. Wer zum ersten Mal einen MLB-Tipp abgeben will, beginnt deshalb ganz vorne, bei der Frage, was diese Angaben überhaupt bedeuten.

Wie funktionieren Baseball Wetten?

Der einfachste Einstieg läuft über die Moneyline, die reine Wette darauf, welches der beiden Teams das Spiel gewinnt. Du legst deinen Einsatz auf einen der beiden Namen, mehr braucht der erste Tipp nicht. Einen Tipp auf ein Remis gibt es nicht, denn ein reguläres Baseball-Spiel endet nie unentschieden. Steht es nach den regulären neun Innings gleich, geht die Partie in die Extra Innings, bis ein Team ein Inning mit mehr Runs beendet. So bleiben für die Moneyline nur Heimsieg oder Auswärtssieg, und beim Einstieg entscheidest du dich schlicht zwischen zwei Mannschaften.

MLB Wetten: Von der Regular Season bis zur World Series

Die MLB besteht aus 30 Teams, aufgeteilt in die American League und die National League mit je drei Divisions. In der Regular Season spielt jedes Team 162 Partien, verteilt von Ende März bis in den Herbst, oft mehrere Tage hintereinander. Für dich als Tipper heißt das ein durchgehendes Angebot, denn über fast das ganze Jahr steht praktisch täglich ein voller Spielplan bereit, du bist nie auf ein Wochenende oder einen einzelnen Spieltag angewiesen.

Am Ende der Regular Season erreichen zwölf Teams die Postseason, sechs aus jeder Liga, nämlich die drei Divisionssieger plus drei Wild-Card-Teams. Von dort führt der Weg über mehrere Runden bis zur World Series, dem Finale zwischen den Siegern der beiden Ligen.

SaisonphaseZeitraumBedeutung für Wetten
Regular SeasonEnde März bis Herbst, 162 Spiele je TeamFast täglich Partien, durchgehendes Wettangebot
Wild Card SeriesOktober, Best-of-threeKurze Serie über wenige Spiele
Division SeriesOktober, Best-of-fiveLängere Serie über mehr Spiele
League Championship SeriesOktoberLigafinale, der Sieger zieht in die World Series
World SeriesEnde OktoberFinale zwischen American und National League

Für deine Baseball Wetten ist die erste dieser Runden die interessanteste. Je kürzer eine Serie, desto stärker schlägt der Zufall durch. In der Wild Card Series reicht ein heißer Lauf oder ein einzelner schwacher Auftritt, um den Favoriten aus dem Turnier zu werfen, während er sich über die längere Division Series meist doch durchsetzt. Für dich heißt das, in der kurzen Runde den zweiten Blick auf den Außenseiter zu werfen, dessen echte Siegchance dort höher liegt, als sein Abschneiden über die lange Regular Season vermuten lässt.

Welche Wettarten gibt es bei Baseball Wetten?

Die Run Line ist das baseballtypische Handicap und liegt fast immer bei 1,5 Runs. Der Favorit gilt damit erst als Treffer, wenn er mit mindestens zwei Runs gewinnt, der Außenseiter schon, wenn er mit höchstens einem Run verliert. Auf einen klaren Favoriten bekommst du über die Run Line eine höhere Quote als über die Moneyline, dafür reicht dir ein knapper Ein-Run-Sieg deiner Mannschaft dann nicht mehr.

WettartWorauf du tippstBaseballspezifische Besonderheit
MoneylineWelches Team gewinntNur zwei Ausgänge, kein Remis
Run LineSieg mit Vorgabe von 1,5 RunsFavorit braucht zwei Runs Vorsprung, Außenseiter darf einen abgeben
Over/UnderSumme aller Runs beider Teams über oder unter einer GrenzeZählt beide Teams zusammen, unabhängig vom Sieger
F5Stand nach den ersten fünf InningsWette auf die Starting Pitcher, bevor die Bullpens übernehmen
SpielerwettenEinzelleistung eines SpielersVerbreitet sind Strikeouts, Home Runs, Hits und RBIs

Welche davon sich lohnt, hängt davon ab, was du besser einschätzt als der Anbieter. Traust du dem Duell der beiden Starting Pitcher mehr als dem weiteren Spielverlauf, führt dich die F5-Wette direkt dorthin. Für eine einzelne Personalie, etwa einen Strikeout-starken Pitcher gegen eine schwache Aufstellung, sind Spielerwetten die passende Wahl. Auf den Sieger der World Series kannst du zusätzlich schon lange vor der Postseason als Langzeitwette setzen.

Welche Werte des Starting Pitchers vor der Baseball Wette zählen

Jedes Team wechselt seinen Starting Pitcher von Spiel zu Spiel und arbeitet dafür mit einer Rotation aus meist fünf Startern. Wer am jeweiligen Tag anfängt, steht schon vor der Partie fest, und dieser eine Name bestimmt einen großen Teil dessen, wie der Wettanbieter die beiden Seiten einschätzt. Baseball-Quoten richten sich nach dem angekündigten Starting Pitcher; wird kurzfristig ein anderer nominiert, passt der Anbieter sie spürbar an.

Für deine Baseball Wetten lohnt sich zuerst ein Blick auf die ERA des Starters: Sie zeigt, wie viele selbstverschuldete Runs ein Pitcher im Schnitt pro neun Innings zulässt. Warum diese Zahl hoch oder niedrig ausfällt, steckt in der WHIP, die die zugelassenen Baserunner pro Inning zählt, also wie viel Verkehr er überhaupt auf die Bases lässt. Wie unabhängig er dabei von seiner Defensive ist, hängt an seinen Strikeouts, denn wen der Pitcher selbst aus dem Spiel nimmt, den bringt kein Fehler hinter ihm mehr auf die Bases.

Dazu kommt, wer gegen wen antritt. Gegen einen Rechtshänder am Wurf sind linkshändige Schlagmänner leicht im Vorteil, gegen einen Linkshänder die rechtshändigen, weil sie den anfliegenden Ball früher aus der Wurfhand kommen sehen. Viele Teams besetzen ihre Aufstellung deshalb gezielt mit der jeweils anderen Schlaghand, sodass ein Starter gegen eine passend zusammengestellte Gegenreihe anfälliger ist, als seine reinen Kennzahlen vermuten lassen. Weil zudem kaum ein Starter ein Spiel über die vollen neun Innings durchhält, entscheidet am Ende oft der Bullpen, also die Gruppe der Relief-Pitcher für die späten Innings. Ein starker Starter vor einem wackligen Bullpen kann eine knappe Führung in den letzten beiden Innings noch abgeben.

Wo bei Baseball Wetten die meisten Runs fallen

Kein Ort in der MLB hebt das Run-Aufkommen so stark an wie das Coors Field der Colorado Rockies in Denver. In den Statcast Park Factors führt es mit einem Gesamtwert von 113 die Liga an, während der Ligaschnitt bei 100 liegt. Der auf Runs bezogene Teilwert liegt sogar bei 128, also rund 28% mehr Runs als an einem durchschnittlichen Ballpark.

Der Grund liegt in der Höhe. Coors Field liegt auf rund 5.200 Fuß (1.580 Meter) über dem Meer und ist mit Abstand der höchstgelegene Ballpark der Liga, der nächsthöhere kommt nur auf etwa 1.100 Fuß. In der dünnen Luft von Denver fliegt der Ball weiter, und mehr Flugbälle fallen als Home Runs. Als Gegengewicht hat Coors Field das größte Außenfeld der Liga, mit bewusst tief gesetzten Zäunen. Ein Teil der Bälle, die woanders über den Zaun flögen, bleibt hier im Feld und wird gefangen, was den Run-Überschuss dämpft, ohne ihn aufzuheben. Wind und Wetter schwanken von Tag zu Tag und kommen obendrauf.

BallparkPark Factor (Gesamt)Runs-Faktor
Coors Field113128
Fenway Park102104
Yankee Stadium101102
Petco Park9794
Oracle Park9794

Für deine Over/Under-Wette bei Baseball Wetten ist der Runs-Faktor die entscheidende Spalte. Ein hoher Wert wie an Coors Field spricht dafür, dass viele Runs fallen, und damit eher für ein Over. Umgekehrt drücken Parks wie Oracle Park in San Francisco oder Petco Park in San Diego das Run-Aufkommen unter den Schnitt und sprechen eher für ein Under. Fenway Park und das Yankee Stadium liegen dagegen so nah am Ligaschnitt, dass der Spielort allein deine Wette kaum in eine Richtung schiebt.

Wie stehen bei Baseball Wetten die Chancen von Favorit und Außenseiter?

Selbst das beste Team einer ganzen Saison verliert im Baseball erstaunlich oft. Der Rekord für die meisten Siege in einer regulären MLB-Saison liegt bei 116, die Seattle Mariners kamen 2001 auf genau diese Zahl, bei 46 Niederlagen. Das entspricht 71,6% gewonnenen Spielen, und trotzdem ging mehr als jedes vierte Spiel dieses Ausnahmeteams verloren.

Für Baseball Wetten hält diese hohe Varianz das Gefälle zwischen Favorit und Außenseiter eng. Auf einen Favoriten bekommst du selten mehr als einen kleinen Aufschlag auf deinen Einsatz, obwohl sein Verlustrisiko über eine einzelne Partie spürbar bleibt. Eine angenommene Siegwahrscheinlichkeit von 60% entspricht rechnerisch einer fairen Quote von rund 1,67, viel Luft nach oben ist da nicht. Ein klarer Favorit ist im Baseball damit weniger verlässlich, als seine niedrige Quote vermuten lässt.

Wie bringst du Pitcher, Ballpark und Wettart bei Baseball Wetten zusammen?

Am Anfang jeder Einschätzung stehen die beiden angekündigten Starting Pitcher. Wer sie und ihre Werte kennt, hat schon eine grobe Erwartung, wie viele Runs in dieser Partie fallen könnten. Treffen zwei starke Starter mit niedriger ERA aufeinander, deutet vieles auf ein enges, run-armes Spiel hin, stehen sich zwei schwache Rotationen gegenüber, eher auf das Gegenteil.

Der Spielort verschiebt diese Erwartung noch einmal. Ein run-starker Ballpark wie das Coors Field hebt das erwartete Run-Aufkommen selbst dann an, wenn ordentliche Pitcher werfen, ein pitcherfreundlicher Park dämpft es. Der angekündigte Starting Pitcher und der Ballpark zusammen geben dir eine deutlich belastbarere Run-Erwartung als jede der beiden Angaben allein.

Aus dieser Erwartung folgt die Wahl der Wettart. Rechnest du mit vielen Runs, ist ein Over die naheliegende Wette, rechnest du mit einem engen, niedrigen Spiel, eher ein Under oder die Run Line auf den Favoriten. Die hohe Varianz gehört dabei in jede Entscheidung, denn über eine einzelne Partie trägt eine Wette mit gutem Verhältnis von Chance und Gewinn oft weiter als der Griff zum klaren Favoriten.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meiner Baseball Wette, wenn der angekündigte Starting Pitcher nicht spielt?

Das hängt davon ab, welche Variante du beim Tippen gewählt hast. Legst du beide Starting Pitcher fest, wird deine Wette ungültig, sobald einer der beiden nicht anfängt, und dein Einsatz kommt zurück. Wählst du dagegen eine Action-Wette, bleibt sie auch mit einem anderen Starter gültig, und der Anbieter rechnet sie zur dann angepassten Quote ab. Als Starter gilt dabei jeder Pitcher, der mindestens einen Wurf gemacht hat.

Ab wann wird ein Baseball-Spiel für Wetten offiziell gewertet?

Für Run Line und Over/Under zählt ein Spiel in der Regel erst als offiziell, wenn neun Innings gespielt sind. Führt das Heimteam, reichen schon 8,5 Innings, weil die untere Hälfte des neunten Innings dann nicht mehr gespielt wird. Beim Over/Under zählen auch die Runs mit, die in möglichen Extra Innings noch fallen. Trifft die Endsumme exakt die vorgegebene Grenze, wird die Wette ungültig und dein Einsatz kommt zurück.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.