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3. Liga Wetten: Was in der dritthöchsten Spielklasse neben der Tabelle über Auf- und Abstieg entscheidet

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Aktualisiert
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Mit 3. Liga Wetten setzt du auf eine Tabelle, die am letzten Spieltag noch nicht endgültig ist. In der dritthöchsten deutschen Spielklasse teilen sich eigenständige Traditionsvereine das Feld mit zweiten Mannschaften von Bundesligisten und Zweitligisten. Beide Gruppen spielen um dieselben Plätze, für sie gelten aber verschiedene Regeln beim Aufstieg und bei der Aufstellung. Dazu muss sich jeder Verein für die kommende Spielzeit erst die Zulassung des Verbandes verdienen, und dafür zählen keine Ergebnisse. Wer am Saisonende oben und unten steht, entscheidet sich in dieser Liga deshalb an mehr als am Punktestand.

Welche Plätze in der 3. Liga wirklich zum Aufstieg reichen

Drei Klubs können pro Spielzeit aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufsteigen, allerdings auf zwei verschiedenen Wegen. Die beiden bestplatzierten aufstiegsberechtigten Mannschaften sind sportlich qualifiziert und brauchen nichts weiter als ihren Tabellenplatz. Die drittbeste spielt zwei Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga, in Hin- und Rückspiel. Der Meistertitel und der Aufstieg sind bei 3. Liga Wetten deshalb zwei verschiedene Tipps, die sich nur bei den beiden direkten Plätzen überschneiden. Setzt du auf den dritten Weg, hängt dein Tipp zusätzlich an zwei Partien gegen einen Gegner, der beim Setzen noch nicht feststeht.

Was passiert, wenn eine zweite Mannschaft oben landet?

Ein Klub, der bereits mit einer Mannschaft in den Lizenzligen spielt, hat kein Recht auf den Aufstieg. Für eine solche Reserve bleibt der erste Platz damit ein sportlicher Titel ohne Wirkung auf die Ligazugehörigkeit. Weil die Aufstiegsplätze unter den aufstiegsberechtigten Mannschaften gezählt werden, verschieben sich die Wege der Klubs unter ihr nach oben, sobald eine zweite Mannschaft ganz vorn steht. Wie real dieser Fall ist, zeigt die Saison 2019/20: FC Bayern München II wurde als erste Zweitvertretung Meister der 3. Liga und blieb trotzdem drittklassig, aufgestiegen sind die Klubs dahinter.

Und wenn dem Relegationssieger die Zweitligalizenz fehlt?

Zwei gewonnene Relegationsspiele reichen für den Aufstieg noch nicht. Erhält der Sieger aus der 3. Liga die für die 2. Bundesliga beantragte Lizenz nicht oder gibt er sie vor dem ersten Spieltag zurück, gilt der unterlegene Zweitligist als Sieger der Relegationsspiele. Über den sportlichen Teil hinaus entscheidet also eine Lizenz, die erst danach erteilt wird.

Vier Absteiger, und das Zulassungsverfahren entscheidet mit

Vier der 20 Klubs steigen am Saisonende in die Regionalliga ab, das sind 20% des Feldes und damit deine Trefferbasis bei einem Abstiegstipp. Fest ist dieses Verhältnis allerdings nicht: Steigen weniger als vier Klubs aus der vierten Spielklassenebene auf, verringert sich die Zahl der Absteiger um dieselbe Differenz.

Der zweite Weg nach unten läuft ganz ohne Ergebnis. Jeder Klub braucht für die kommende Spielzeit eine Zulassung des Verbandes, und die hängt an prüfbaren Anforderungen. Eine davon ist der Nachweis von zwölf deutschen Vertragsspielern, und wer ihn drei Monate lang nicht erbringt, muss die Zulassung abgeben. Wer sie nicht erhält, sie zurückgibt oder wieder verliert, obwohl er sportlich drin geblieben ist, gilt als Absteiger. Er rückt dann an den Schluss der Tabelle der abgelaufenen Spielzeit, und die Zahl der sportlichen Absteiger verringert sich um genauso viele Klubs, wie auf diesem Weg ausscheiden. Genau das ist dem TSV 1860 München nach der Saison 2025/26 passiert, sportlich qualifiziert, die gestellte wirtschaftliche Bedingung aber nicht erfüllt und deshalb ohne Zulassung. Den frei gewordenen Startplatz nahm der TSV Havelse ein, der als bestplatzierter sportlicher Absteiger nachrückte.

Dein Tipp auf den Abstieg kann damit noch Wochen nach dem letzten Spieltag zum Treffer werden, und zwar mit einem Klub, der sportlich längst gerettet war. Fallen auf diesem Weg mehr als vier Klubs aus dem Feld, wird die Liga ein Jahr später durch einen um dieselbe Zahl verminderten Abstieg wieder aufgefüllt. In dieser Folgesaison gibt es dann weniger Abstiegskandidaten als üblich.

9 Gewinnpunkte weg, wenn ein Klub in die Insolvenz geht

Der Verband prüft während der Saison zu festen Terminen, ob ein Klub wirtschaftlich leistungsfähig bleibt, und kann Verstöße mit dem Abzug von Gewinnpunkten ahnden, also mit den Punkten, die in der Tabelle stehen. Am schwersten wiegt die Insolvenz: Stellt ein Klub selbst den Antrag, wird das Verfahren eröffnet oder zeigt er Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung an, werden seiner klassenhöchsten Herrenmannschaft mit sofortiger Wirkung 9 Gewinnpunkte aberkannt, der Gegenwert von drei gewonnenen Spielen. Bei einem Lizenzklub, dessen zweite Mannschaft in der 3. Liga spielt, greift der Abzug in der höheren Spielklasse und lässt die Drittligatabelle unberührt. Trifft es einen eigenständigen Drittligisten, verliert er die Punkte dort, wo du auf ihn getippt hast, und bei einer Verfahrenseröffnung gilt seine Mannschaft am Saisonende zusätzlich als Absteiger.

Die übrigen Abzüge hängen an Fristen und Auflagen derselben Prüfung. Stellt der Verband eine Finanzierungslücke fest, erteilt er dem Klub die Auflage, sie zu schließen, und staffelt einen möglichen Abzug danach, wie weit der Klub damit kommt. Wer trotz einer solchen Auflage ohne Zustimmung des Verbandes einen Spieler verpflichtet, riskiert weitere Punkte. Für 3. Liga Wetten auf den Klassenerhalt zählt außerdem die Reihenfolge der Nachweistermine, denn die ersten beiden darf ein Klub verstreichen lassen, ohne Punkte zu verlieren, und erst der dritte kostet ihn welche.

AnlassAbzug in der laufenden Spielzeit
Insolvenzantrag, Eröffnung des Verfahrens oder Anzeige von Zahlungsunfähigkeit9 Gewinnpunkte, sofort
Unterlagen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bis zum 15.12. nicht eingereicht2 Gewinnpunkte
Auflage zur Finanzierungslücke nur bis 50% erfüllt2 Gewinnpunkte
Auflage zu mehr als 50% bis 90% erfüllt1 Gewinnpunkt
Auflage zu mehr als 90% erfülltkein Punktabzug
Spieler trotz Auflage ohne Zustimmung des Verbandes verpflichtetbis zu 2 Gewinnpunkte

Was passiert mit den Ergebnissen, wenn ein Klub den Spielbetrieb einstellt?

Ein Rückzug greift noch weiter als jeder Punktabzug, weil er die Ergebnisse aller anderen Klubs mitverändert. Scheidet eine Mannschaft vor ihren letzten fünf Spielen aus der Meisterschaftsrunde aus, werden ihre bisher ausgetragenen Partien nicht gewertet. Passiert es innerhalb der letzten fünf Spiele, bleiben die Ergebnisse gültig, und die nicht mehr ausgetragenen Spiele werden mit 3 Punkten und 2:0 Toren für den jeweiligen Gegner gewertet. Türkgücü München stellte 2021/22 den Spielbetrieb ein, 31 bereits gespielte Partien kamen aus der Wertung, und allein den 1. FC Saarbrücken kostete das 6 Zähler im Aufstiegsrennen. Die Saarländer standen danach schlechter da, ohne ein Spiel verloren zu haben, und mit ihnen jede Wette auf ihren Sprung in die 2. Bundesliga.

Zweite Mannschaften spielen mit anderem Kader und vor kleinerer Kulisse

In einer zweiten Mannschaft eines Lizenzklubs darf nur auflaufen, wer am 30. Juni vor Saisonbeginn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und gleichzeitig dürfen sich höchstens drei ältere Spieler im Spiel befinden. Ein eigenständiger Klub kennt diese Obergrenze nicht, er muss umgekehrt eine Mindestzahl junger Spieler aufbieten. In derselben Liga treffen damit zwei Kader aufeinander, die nach verschiedenen Regeln zusammengestellt werden.

Die Zuschauerzahlen im Feld liegen genauso weit auseinander. Bei zweiten Mannschaften bleibt der Schnitt häufig unter 1.500, den niedrigsten erfassten Wert markiert Werder Bremen II mit 626 Zuschauern pro Spiel in der Saison 2011/12. Großstädtische Traditionsklubs derselben Liga kamen dagegen häufig auf deutlich über 10.000 Zuschauer. Für 3. Liga Wetten auf eine einzelne Partie sagt ein Ligaschnitt der Zuschauerzahlen deshalb nichts, gefragt ist der Wert des jeweiligen Heimklubs.

Wie viele junge Spieler muss ein eigenständiger Klub aufbieten?

Vier sind es. Auf dem Spielberichtsbogen jedes Meisterschafts- und Pokalspiels müssen mindestens vier Spieler mit der Staatsbürgerschaft eines EU-Landes oder eines gleichgestellten Staates stehen, die zum Stichtag vor Saisonbeginn noch nicht 23 Jahre alt waren. In DFB-Pokal spielen gegen eine Lizenzspielermannschaft und in den Relegationsspielen gegen einen Klub der 2. Bundesliga entfällt diese U23-Pflicht, dort darf ein Drittligist seine bestmögliche Elf ohne Rücksicht auf das Alter aufstellen.

Wen darf eine zweite Mannschaft an den letzten vier Spieltagen nicht einsetzen?

Stammspieler der ersten Mannschaft sind für die zweite gesperrt, allerdings nur in einem engen Zeitfenster: an den letzten vier Spieltagen und in den Entscheidungsspielen danach. Wer als Stammspieler zählt, ergibt sich aus den Einsätzen der Saison, gezählt wird also, wer nach dem fünften Meisterschaftsspiel in mehr als der Hälfte der bis dahin ausgetragenen Pflichtspiele gespielt hat. Für die 3. Liga wird diese Eigenschaft nach dem fünftletzten Spieltag festgestellt, und sie bleibt danach unverändert, egal wie oft der Spieler oben noch aufläuft. Vor diesem Termin kann eine zweite Mannschaft ihren Kader also mit Profis aus dem Lizenzbereich auffüllen, in den vier Spieltagen, in denen sich Aufstieg und Abstieg entscheiden, fällt das weg.

Wann wird in der 3. Liga angepfiffen?

Weil sich zwanzig Klubs die Liga teilen, trifft jede Mannschaft in Hin- und Rückrunde auf 19 Gegner. Das ergibt 38 Spieltage, 380 Spiele in der Saison und zehn Partien pro Runde. An einem Wochenendspieltag verteilen sich diese zehn Partien über drei Tage.

TagPartienAnstoß
Freitag119:00 Uhr
Samstag514:00 Uhr
Samstag116:30 Uhr
Sonntag3je 1 Spiel um 13:30, 16:30 und 19:30 Uhr

Dazu kommen die Wochenspieltage, an denen je fünf Partien dienstags und mittwochs ab 19:00 Uhr angesetzt werden. Nur am letzten Spieltag der Saison bricht der Verband dieses Muster auf, dann laufen alle zehn Spiele zeitgleich am Samstag.

Für dich als Tipper hat die Staffelung eine praktische Folge: Vor der Sonntagspartie kennst du die Ergebnisse der Konkurrenz vom Freitag und Samstag, und die beteiligten Mannschaften kennen sie ebenfalls. Am letzten Spieltag hat diese Information niemand.

Häufig gestellte Fragen zu 3. Liga Wetten

Wie kommt ein Drittligist in den DFB-Pokal?

Vier Startplätze im 64er-Feld gehen direkt an die Liga: an den Meister sowie an den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten des abgelaufenen Spieljahres. Zweite Mannschaften von Lizenzklubs sind vom Wettbewerb ausgeschlossen, auch wenn sie einen dieser Plätze belegen. Über die Landesverbandspokale kommen weitere Drittligisten hinzu, deshalb stehen in der ersten Hauptrunde regelmäßig mehr als diese vier Klubs der Liga.

Wie groß muss ein Stadion in der 3. Liga sein?

Für die Zulassung muss die Spielstätte mindestens 5.000 Plätze bieten, davon mindestens 2.000 Sitzplätze. Empfohlen wird eine Kapazität von über 10.000 Plätzen, verpflichtend ist sie nicht. Weil die Kapazität zu den Zulassungsvoraussetzungen zählt, muss ein Aufsteiger aus der Regionalliga sie vor seiner ersten Drittligasaison nachweisen.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.