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Formel 1 Wetten: Was Qualifying, Strecke und Teamkollegen über das Rennen verraten

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Wer Formel 1 verfolgt, weiß vor dem Start am Sonntag schon eine Menge: wer in den Trainings vorn lag, wer auf der Poleposition steht und am Sprint-Wochenende sogar, wer das kurze Rennen am Samstag gewonnen hat. Für Formel 1 Wetten auf Sieg oder Podium kommt es darauf an, welcher dieser Hinweise etwas über den Grand Prix sagt. 2025 gewann der Fahrer von der Poleposition 16 der 24 Grands Prix. In Baku stand Charles Leclerc von 2021 bis 2024 viermal ganz vorn, ohne dort zu gewinnen. Der Unterschied hat mit dem Auto, der Strecke und dem Verlauf des Rennens zu tun.

Formel 1 Wetten: Warum das Auto die Rangordnung vorgibt

In der Formel 1 starten elf Teams mit je zwei Autos, zusammen 22 Fahrer. Direkt vergleichbar sind in diesem Feld immer nur zwei: die beiden Teamkollegen, die dasselbe Material bekommen. Jeder andere Abstand ist zuerst ein Abstand zwischen zwei Autos und erst danach einer zwischen zwei Fahrern.

Wie fest diese Rangordnung sitzt, zeigen die zwölf Saisons von 2014 bis 2025. In dieser Zeit wurden 252 Grands Prix gefahren, und nur drei davon gewann ein Fahrer, dessen Team nicht Mercedes, Red Bull Racing, Ferrari oder McLaren hieß. Das sind 1,2 Prozent. Bei Formel 1 Wetten auf Sieg oder Podium steht deshalb vor jeder Überlegung zum Fahrer die Frage, welches Auto an diesem Wochenende auf dieser Strecke vorn liegt. Die ersten brauchbaren Antworten darauf liefert das Rennwochenende selbst.

Training und Qualifying: Was verrät das Wochenende vor dem Rennen?

In den Trainings arbeiten die Teams an ihrem Auto: Sie prüfen die Systeme, suchen die Abstimmung, fahren längere Läufe und bereiten das Qualifying vor. Die Autos sind dabei mit unterschiedlich viel Benzin unterwegs, die Fahrer probieren verschiedene Reifenmischungen, und die Bedingungen wechseln. Eine Bestzeit im Training kann also schlicht daher kommen, dass ein Auto weniger Benzin an Bord hatte oder auf einer anderen Mischung fuhr, und über das Tempo im Rennen sagt sie wenig. Beim Saisonauftakt 2026 in Australien lag in jedem Training ein anderer Fahrer vorn, einen Favoriten gaben die Trainings also nicht her. Das Qualifying tat es: George Russell holte die Poleposition und gewann das Rennen mit 2,9 Sekunden Vorsprung auf Kimi Antonelli.

Das Qualifying ist in drei Stufen aufgeteilt. In Q3 fahren die zehn verbliebenen Fahrer die ersten zehn Startplätze aus, der Schnellste bekommt die Poleposition. Diese Reihenfolge ergibt die Startaufstellung, bevor Strafen angewendet werden. Zum ersten Mal am Wochenende fahren damit alle Autos unter denselben Bedingungen um dasselbe: die schnellste Runde. Ich lese das Qualifying deshalb als ersten belastbaren Vergleich der Autos, mit einer Grenze: Es misst eine Runde, der Grand Prix geht über mindestens 305 Kilometer.

2025 gewann der Fahrer von Startplatz 1 zwei Drittel der Grands Prix, 16 von 24.

Startplatz des SiegersGrands Prix 2025Rennen
116Australien, China, Japan, Bahrain, Monaco, Spanien, Kanada, Österreich, Niederlande, Italien, Aserbaidschan, Singapur, USA, Mexiko, São Paulo, Abu Dhabi
24Saudi-Arabien und Belgien mit Oscar Piastri, Emilia-Romagna und Las Vegas mit Max Verstappen
3 oder weiter hinten4Miami mit Piastri von Platz 4, Großbritannien und Ungarn mit Lando Norris von Platz 3, Katar mit Verstappen von Platz 3

Zwei Drittel sind ein Wert für eine Saison, und wie weit er schwanken kann, zeigt das Jahr davor. In den zehn Grands Prix bis einschließlich Singapur 2024 gewann nur ein einziger Fahrer von der Poleposition: Lando Norris, in den Niederlanden und in Singapur. Charles Leclerc stand vor seinem Sieg in Monaco 2024 zwölfmal hintereinander auf der Poleposition, ohne eines dieser Rennen zu gewinnen; eine längere Serie dieser Art gab es in der Geschichte der Formel 1 nur einmal. Für die Wette auf den Sieger bleibt das Qualifying der stärkste Hinweis, den das Wochenende liefert. Wie oft der Fahrer von der Poleposition das Rennen tatsächlich gewinnt, hängt vom Jahr, von der Strecke und vom Fahrer ab.

Sprint-Wochenende: Zwei Startaufstellungen vor dem Grand Prix

Am Sprint-Wochenende gibt es nur ein Training. Noch am Freitag folgt das Sprint-Qualifying, am Samstag fahren die Teams den Sprint und das Qualifying für den Grand Prix, am Sonntag das Rennen. Bis zum Start am Sonntag liegen damit zwei Startaufstellungen und ein Ergebnis über eine kurze Distanz vor, gefahren mit denselben Autos auf derselben Strecke. 2025 gab es sechs solcher Wochenenden.

Wochenende 2025Schnellster im Sprint-QualifyingSieger im SprintPoleposition für den Grand PrixSieger im Grand Prix
ChinaLewis HamiltonHamiltonOscar PiastriPiastri
MiamiKimi AntonelliLando NorrisMax VerstappenPiastri
BelgienPiastriVerstappenNorrisPiastri
USAVerstappenVerstappenVerstappenVerstappen
São PauloNorrisNorrisNorrisNorris
KatarPiastriPiastriPiastriVerstappen

Der Sieger des Sprints gewann den Grand Prix nur zweimal, Verstappen in den USA und Norris in São Paulo. Derselbe Fahrer stand dreimal in beiden Qualifyings auf Platz 1: Verstappen in den USA, Norris in São Paulo und Piastri in Katar. Verstappen und Norris gewannen danach auch Sprint und Grand Prix. Piastri holte in Katar ebenfalls den Sprint, den Grand Prix gewann trotzdem Verstappen. Der Fahrer auf der Poleposition für den Grand Prix gewann ihn dreimal, in China, den USA und São Paulo. Sechs Wochenenden sind zu wenige, um daraus eine feste Regel zu machen. Sie zeigen aber eine Richtung: Der Sprint verrät, welche Autos über eine kurze Distanz vorn liegen, und wer am Samstag auf die Poleposition fuhr, gewann den Grand Prix 2025 öfter als der Sieger des Sprints.

Streckentyp: Überholen, Safety Car und Ausfälle

Wie viel die Startaufstellung am Sonntag noch wert ist, hängt von der Strecke ab. In Monaco wurde 2025 im ganzen Rennen viermal überholt. 2024 kamen dort die ersten zehn genau in der Reihenfolge ins Ziel, in der sie gestartet waren, so viele wie nie zuvor in der Formel 1. Dabei sahen in diesem Rennen nach mehreren Zwischenfällen in der ersten Runde und einer langen Unterbrechung mit roter Flagge nur 16 Autos die Zielflagge. Die Ausfälle trafen also das Feld dahinter, die Spitze blieb, wie sie gestartet war. In Abu Dhabi gewann 2025 zum elften Mal in Folge der Fahrer von der Poleposition, ein Rekord für eine Strecke in der Formel 1, und das Rennen endete ohne einen einzigen gewerteten Ausfall.

Monza liegt am anderen Ende. 47 Überholmanöver zählte die Formel 1 dort im Rennen 2025. 2026 stand Pierre Gasly auf der Poleposition, konnte nach einem guten Start das Tempo der Spitze nicht halten und fiel auf Rang sieben zurück. Gewonnen hat Kimi Antonelli, der nach einer Motorenstrafe von Platz 19 losgefahren war. Mitentscheidend war ein virtuelles Safety Car in der Mitte des Rennens, unter dem er an die Box kam und frische Medium-Reifen holte.

StreckeÜberholmanöver im RennenRennen mit Safety Car
Monaco4 im Jahr 202529 Prozent der sieben Rennen vor 2026
Monza47 im Jahr 202550 Prozent der acht Rennen vor 2026
Baku55 im Jahr 202567 Prozent der sechs Rennen vor 2026
Singapur62 im Jahr 202483 Prozent der sechs Rennen vor 2025

Ob überholt wird und ob das Safety Car kommt, sind zwei verschiedene Fragen. In Singapur rückte es in fünf von sechs Rennen aus, und 2024 fuhr dort zum ersten Mal ein Grand Prix ohne Safety Car und ohne gelbe Flagge zu Ende. In Baku stand Charles Leclerc von 2021 bis 2024 viermal auf der Poleposition, öfter als jeder andere Fahrer dort, und gewann keines dieser Rennen. Die Sieger hießen Sergio Pérez, Verstappen, wieder Pérez und Piastri.

Für F1 Wetten auf Sieg und Podium ergibt sich daraus eine klare Einteilung. In Monaco und Abu Dhabi legt das Qualifying den Ausgang weitgehend fest, und eine Wette auf den Fahrer von der Poleposition oder auf ein Podium der ersten Startplätze stützt sich dort auf das stärkste Signal des Wochenendes. In Monza zählt der Startplatz weniger, weil viel überholt wird und ein Safety Car oder virtuelles Safety Car die Boxenstopps neu ordnen kann. In Baku und Singapur kommt die Frage nach dem Safety Car zu jeder Wette auf den Sieger dazu, und in Baku hat selbst eine Serie von vier Polepositions keinen Sieg gebracht.

Siege aus dem Mittelfeld: Was dafür zusammenkommen musste

Wer auf einen Fahrer aus dem Mittelfeld setzt, wettet darauf, dass die Rangordnung der Autos in diesem einen Rennen nicht hält. Von 2014 bis 2025 ist das bei drei der 252 Grands Prix passiert, dazu kommt ein Podium von weit hinten aus der Saison 2025.

RennenFahrer und TeamErgebnisWas im Rennen passierte
Italien 2020Pierre Gasly, AlphaTauriSieg von Startplatz 10Safety Car nach seinem Boxenstopp, Strafe für Lewis Hamilton, rote Flagge
Sakhir 2020Sergio Pérez, Racing PointSieg nach einer Kollision in der ersten RundePech bei Mercedes an der Spitze
Ungarn 2021Esteban Ocon, AlpineSiegfünf Ausfälle in der ersten Runde auf nasser Strecke, rote Flagge, falsche Reifenwahl von Hamilton
Großbritannien 2025Nico Hülkenberg, SauberPlatz 3 von Startplatz 19wechselnde Bedingungen und Regen

In Monza 2020 hatte Gasly seinen Boxenstopp schon hinter sich, als das Safety Car kam. Hamilton, von der Poleposition gestartet, fuhr in die geschlossene Boxengasse und bekam eine Stop-and-go-Strafe von zehn Sekunden. Nach einem schweren Unfall von Charles Leclerc in der Parabolica stand das Rennen 25 Minuten still und wurde in Runde 28 von 53 neu gestartet, mit Gasly vorn. Hamilton wurde am Ende Siebter, und zum ersten Mal seit Einführung der Hybridmotoren stand kein Fahrer von Mercedes, Red Bull oder Ferrari auf dem Podium.

Pérez fiel in Sakhir nach der Kollision mit Leclerc in der ersten Runde ans Ende des Feldes, arbeitete sich nach vorn und profitierte später vom Pech von Mercedes an der Spitze. Für ihn war es der erste Sieg in der Formel 1. In Ungarn schieden 2021 in der ersten Runde Valtteri Bottas, Pérez, Norris, Lance Stroll und Leclerc aus, das Rennen wurde unterbrochen. Zum stehenden Neustart blieb Hamilton als Einziger auf Intermediates, den Reifen für feuchte Strecken, während alle anderen auf Medium-Reifen wechselten. Er musste eine Runde später an die Box und fiel ans Ende des Feldes zurück. Ocon übernahm im Alpine die Führung und hielt sie fast über alle 70 Runden.

Hülkenberg fuhr in Silverstone im Regen und bei wechselnden Bedingungen von Platz 19 auf Platz drei. Es war sein erstes Podium im 239. Start und das erste für Sauber seit dem Großen Preis von Japan 2012 mit Kamui Kobayashi.

In allen drei Siegen gehörte ein Fehler oder das Pech eines Spitzenteams dazu, meist zusammen mit einer Unterbrechung, einem Unfall in der ersten Runde oder nasser Strecke. Bei Formel 1 Wetten auf einen Fahrer aus dem Mittelfeld setzt du deshalb weniger auf den Fahrer selbst als auf einen ungewöhnlichen Rennverlauf: Safety Car, rote Flagge, ein Unfall in der ersten Runde oder Regen gehörten in jedem dieser vier Rennen dazu.

Teamkollegen im Duell: Der Vergleich im gleichen Auto

Weil nur der Teamkollege dasselbe Auto fährt, ist das Duell der beiden der einzige Vergleich, bei dem das Material als Unterschied wegfällt. Die Saison 2025 bot dafür 30 Gelegenheiten über eine schnelle Runde: 24 Qualifyings für den Grand Prix und sechs Sprint-Qualifyings.

TeamDuellBilanz im Qualifying 2025
McLarenNorris gegen Piastri15:15
FerrariLeclerc gegen Hamilton23:7
MercedesGeorge Russell gegen Antonelli25:5
Red BullVerstappen gegen Yuki Tsunoda26:1
Aston MartinFernando Alonso gegen Stroll29:1

Bei McLaren lag Norris im Durchschnitt 0,031 Sekunden vor Piastri, knapper geht es kaum. Bei Red Bull lag Verstappen im Schnitt 0,735 Sekunden vor Tsunoda; die Bilanz von 26:1 umfasst 27 der 30 Vergleiche. Ferrari mit 23:7 und Mercedes mit 25:5 liegen dazwischen: Ein Fahrer ist klar vorn, der andere gewinnt das Duell trotzdem etwa in jedem vierten bis sechsten Qualifying.

Für die Wette auf Sieg und Podium heißt ein Gleichstand wie bei McLaren: Beide Fahrer kommen als Sieger in Frage, und welcher von beiden vorn liegt, klärt erst das jeweilige Wochenende. Bei einem Gefälle wie 26:1 oder 29:1 ist bei Head-to-Head-Wetten auf zwei Teamkollegen kaum offen, wer im Qualifying vorn liegt. Offen bleibt, wie groß der Abstand ist und ob im Rennen ein Ausfall, eine Strafe oder die Strategie die Reihenfolge dreht. Die Bilanzen gelten für eine schnelle Runde, im Rennen kommen Start und Boxenstopps dazu.

Formel 1 Wetten nach einem neuen Reglement: Was bleibt von der Form des Vorjahres?

Ein neues Reglement stellt die Frage nach dem schnellsten Auto für eine ganze Saison neu. Die Wechsel von 2009, 2014, 2017, 2022 und 2026 sind unterschiedlich ausgegangen.

JahrWas neu geregelt wurdeWer danach vorn lagWas aus der alten Spitze wurde
2009AerodynamikBrawn GP gewann beide TitelMcLaren und Ferrari hatten Mühe
2014HybridmotorenMercedes gewann 16 von 19 Rennen und beide TitelRed Bull, von 2010 bis 2013 mit allen Titeln, verlor die Spitze
2017Autos stark verändertMercedes gewann erneut beide TitelMercedes blieb vorn
2022neues Reglement für die AutosRed Bull baute das überlegene Auto und gewann 2023 21 von 22 RennenMercedes, zuvor acht Konstrukteurstitel in Folge, gewann 2022 erst in São Paulo ein Rennen
2026Abmessungen, Aerodynamik und AntriebMercedes gewann die ersten fünf Grands PrixWeltmeister Lando Norris wurde beim Auftakt für McLaren Fünfter

Viermal stand nach dem Wechsel ein anderes Team vorn, nur 2017 blieb die Spitze dieselbe. Wie schnell eine Serie endet, zeigt Mercedes 2022. Das Team hatte alle acht Konstrukteurstitel seit 2014 gewonnen und fuhr beim Auftakt in Bahrain trotzdem hinter dem Doppelsieg von Ferrari her, Leclerc vor Carlos Sainz. Über das Rennen reichte das Tempo nur für die Plätze fünf und sechs; auf drei und vier kam Mercedes, weil beide Red Bull spät ausfielen. Den ersten Sieg der Saison holte Mercedes erst beim Großen Preis von São Paulo, nach 15 Podestplätzen ohne Sieg.

2026 betraf der Wechsel Auto und Antrieb zugleich. Die Formel 1 änderte die Abmessungen der Autos, die Aerodynamik und die Aufteilung der Leistung im Hybridantrieb: Der Verbrennungsmotor wurde schwächer, die Leistung des Elektromotors verdreifacht, und seitdem liefern beide etwa die Hälfte. Beim ersten Rennen in Australien fuhr Mercedes mit Russell vor Antonelli einen Doppelsieg ein, vor den beiden Ferrari. Die ersten fünf Grands Prix in Australien, China, Japan, Miami und Kanada gingen alle an Mercedes, einmal an Russell und viermal an Antonelli.

Dieselbe Frage steckt in der Langzeitwette auf den Weltmeister der Fahrer- oder der Konstrukteurswertung, wenn du sie vor dem ersten Rennen eines neuen Reglements abgibst: Welches Team hat das neue Auto am besten gebaut? Die Titel des Vorjahres beantworten diese Frage nicht, wie Mercedes 2022 und Norris beim Auftakt 2026 gezeigt haben.

Abgebrochene und verkürzte Rennen: Wie die FIA wertet

Wer gewonnen hat, wer auf dem Podium steht und wie viele WM-Punkte es gibt, legt die amtliche Wertung fest. Die FIA vergibt die Punkte nach dem Endergebnis des Rennens und nach der Zahl der Runden, die der Führende zwischen Startsignal und Rennende zurückgelegt hat. Über die volle Distanz punkten die ersten zehn nach dem Schema 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 und 1. Wird ein Rennen verkürzt, sinken die Punkte in Stufen.

Distanz des FührendenPunkte für den Sieger
keine zwei vollständigen Runden in Folge ohne Safety Car und virtuelles Safety Carkeine
ab zwei Runden6
ab 25 Prozent der geplanten Distanz13
ab 50 Prozent19
ab 75 Prozent25

Kann ein unterbrochenes Rennen nicht fortgesetzt werden, gilt die Reihenfolge am Ende der vorletzten Runde vor der Runde, in der die rote Flagge kam. Gewertet wird nur, wer mindestens 90 Prozent der Runden des Siegers gefahren ist, abgerundet auf ganze Runden.

Wie verschieden das ausgehen kann, zeigen zwei Rennen. Der Große Preis von Belgien 2021 lief wegen starken Regens nur hinter dem Safety Car, ohne dass einmal unter grüner Flagge gefahren wurde. Max Verstappen wurde zum Sieger erklärt, und nach gefahrener Distanz war es das kürzeste Rennen der Formel-1-Geschichte, kürzer als Australien 1991 mit 14 Runden. Die ersten drei der Startaufstellung lagen in jeder Runde auf den Plätzen eins bis drei. Nach dem damaligen Reglement gab es halbe Punkte, weil mehr als zwei Runden, aber weniger als 75 Prozent der Distanz gefahren waren. Danach beschloss die F1-Kommission neue Regeln für verkürzte Rennen. Nach den geltenden Regeln gäbe es für ein Rennen wie Spa 2021 keine Punkte, weil keine zwei Runden ohne Safety Car zusammenkamen.

In Suzuka war der Große Preis von Japan 2022 auf 53 Runden angesetzt. Nach zwei Runden wurde er unterbrochen, die 18 verbliebenen Autos stellten sich in der Boxengasse auf. Im amtlichen Ergebnis steht Verstappen mit 28 Runden und 25 Punkten auf Platz 1. Nach Einschätzung von The Race gab es die vollen Punkte, weil das Rennen nach der roten Flagge neu gestartet worden war. Nach der Regel für Rennen unter 75 Prozent der Distanz hätte der Sieg 19 Punkte gebracht, und Verstappen hätte seinen Titel an diesem Tag noch nicht sicher gehabt. Die FIA kündigte danach an, die Regeln zur Zeitgrenze des Rennens und zur Punktevergabe klarer zu fassen.

Bei Formel 1 Wetten auf Sieg und Podium zählt die Reihenfolge der amtlichen Wertung, nach einem Abbruch also nicht der Stand im Moment der roten Flagge. Bei einer Wette auf die WM kommt hinzu, wie viele Punkte ein verkürztes Rennen bringt.

Häufige Fragen zu Formel 1 Wetten

Wie viele Teams und Fahrer starten in der Formel 1?

Elf Teams setzen je zwei Autos ein, das Starterfeld umfasst damit 22 Fahrer. Dasselbe Auto fahren jeweils nur die beiden Teamkollegen, deshalb ist ihr Duell der einzige Vergleich zweier Fahrer ohne Unterschied im Material.

Ist das Ergebnis des Qualifyings immer die Startaufstellung?

Nein. Die Reihenfolge des Qualifyings legt die Startplätze fest, bevor Strafen angewendet werden, und eine Strafe kann einen Fahrer weit nach hinten versetzen. Kimi Antonelli fuhr beim Großen Preis von Italien 2026 nach einer Motorenstrafe von Platz 19 los und gewann das Rennen trotzdem.

Wie läuft ein Sprint-Wochenende ab?

Freitags fahren die Teams das einzige Training und das Sprint-Qualifying, samstags den Sprint und das Qualifying für den Grand Prix, sonntags das Rennen. 2025 gab es sechs Sprint-Wochenenden, in China, Miami, Belgien, den USA, São Paulo und Katar. Der Sieger des Sprints gewann dabei nur zweimal auch den Grand Prix.

Wie viele Punkte bekommt der Sieger eines Grand Prix?

Über die volle Distanz bekommt der Sieger 25 Punkte, die Plätze zwei bis zehn erhalten 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 und 1 Punkt. Bei einem verkürzten Rennen entscheidet die Distanz des Führenden: Ab zwei Runden bekommt der Sieger 6 Punkte, ab 25 Prozent der geplanten Distanz 13, ab 50 Prozent 19 und erst ab 75 Prozent die vollen 25. Legt der Führende keine zwei vollständigen Runden in Folge ohne Safety Car und virtuelles Safety Car zurück, gibt es keine Punkte.

Was gilt, wenn ein Rennen nach einer roten Flagge nicht weitergeht?

Dann gilt die Reihenfolge am Ende der vorletzten Runde vor der Runde, in der die rote Flagge kam. Gewertet wird dabei nur, wer mindestens 90 Prozent der Runden des Siegers zurückgelegt hat, abgerundet auf ganze Runden. Für eine Wette auf Sieg oder Podium zählt diese amtliche Reihenfolge, nicht der Stand im Moment der Unterbrechung.

Wie oft gewinnt ein Team außer Mercedes, Red Bull, Ferrari und McLaren?

Von 2014 bis 2025 in drei von 252 Grands Prix, das sind 1,2 Prozent. Gewonnen haben Pierre Gasly für AlphaTauri in Italien 2020, Sergio Pérez für Racing Point in Sakhir 2020 und Esteban Ocon für Alpine in Ungarn 2021. Jedes Mal gehörten ein Fehler oder das Pech eines Spitzenteams dazu.

Karina Novakova
Über den Autor

Karina Novakova

Ich heiße Karina Novakova und interessiere mich seit vielen Jahren intensiv für Sport. Besonders die Leichtathletik gehört zu meinen größten Hobbys, doch ich verfolge auch zahlreiche andere Sportarten regelmäßig. Durch diese Begeisterung beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und analysiere verschiedene Wettanbieter. In meinen Testberichten teile ich meine Erfahrungen und gebe einen Überblick über Angebote, Quoten und Funktionen der Wettplattformen.