Ryan Fox gewann The Open 2026, und wer vorher bei Golf Wetten auf seinen Sieg gesetzt hatte, bekam bis zum Zweihundertfachen seines Einsatzes als Gewinn. Dass ein Spieler mit einer so hohen Quote ein Turnier gewinnt, kommt im Golf immer wieder vor. Trotzdem verlierst du über viele Turniere gerechnet mit keiner Siegwette so viel von deinem Einsatz wie mit Wetten auf solche Spieler. Die Siegwette ist nur eine von vielen Wetten auf ein Golfturnier, und bei manchen muss dein Spieler lediglich besser abschneiden als ein einziger anderer.
Welche Golf Wetten gibt es?
Golf Wetten gibt es auf den Sieger eines Turniers, auf eine Platzierung unter den ersten fünf oder zehn, auf Duelle und kleine Gruppen von Spielern und auf einzelne Runden, vor dem ersten Abschlag ebenso wie während des Turniers. Geordnet ist das Angebot nach Turnieren, und zu einem Turnier wie der Open de France gehören viele Wetten: neben den genannten etwa auf den Führenden nach der ersten Runde, auf den Besten aus einer Gruppe von sechs Spielern und auf den Spieler mit der besten Runde des Turniers.
Neben den Turnieren der Herren stehen Turniere der Damen im Angebot, und beim Presidents Cup lässt sich darauf wetten, welcher Spieler insgesamt die meisten Punkte holt. Manche Wetten stehen lange vor dem Turnier im Angebot: Auf den Sieger des Masters, das immer in der ersten vollen Aprilwoche beginnt, ließ sich schon im September des Vorjahres wetten, als Langzeitwette mit gut einem halben Jahr Vorlauf.
Die einzelnen Wetten unterscheiden sich vor allem darin, gegen wie viele Spieler du wettest.
| Wette | Gegen wen du wettest | Gewonnen, wenn dein Spieler … |
|---|---|---|
| Turniersieger | das ganze Feld | das Turnier gewinnt |
| Platz unter den ersten fünf oder zehn | das ganze Feld, mehrere Spieler können gewinnen | das Turnier unter den ersten fünf beziehungsweise zehn beendet |
| Duell | einen einzelnen Spieler | weniger Schläge braucht als der andere |
| Dreiergruppe | zwei andere Spieler derselben Runde | in dieser Runde der Beste der drei ist |
Am meisten zahlt die Wette auf den Sieger, weil sie gegen das ganze Feld läuft und damit am seltensten aufgeht.
Golf Wetten auf den Turniersieger: Warum so oft Außenseiter gewinnen
Ein Spiel mit zwei Seiten hat zwei oder drei mögliche Ausgänge. Ein Golfturnier hat so viele, wie Spieler am Start stehen. Bei den Majors 2026 waren das je 156 bei der U.S. Open, bei The Open und bei der PGA Championship und 91 beim Masters; wer dort eine Siegwette abgab, wettete also gegen mindestens 90 andere Spieler. Karl Whelan vom University College Dublin folgert daraus, dass bei einem Golfturnier jeder Spieler ein Außenseiter ist, auch der Favorit.
Majors: Sieger von weit hinten in der Weltrangliste
Von den vier Majors 2026 ging nur eines an einen Spieler aus der Spitze der Weltrangliste: Rory McIlroy gewann das Masters als Nummer zwei der Welt. Die drei anderen Titel holten Spieler von den Plätzen 34, 44 und 56.
Aaron Rai, die Nummer 44, gewann die PGA Championship in Aronimink, nachdem vor der Schlussrunde noch 22 Spieler höchstens vier Schläge hinter der Spitze gelegen hatten. Vor dem Turnier stand er bei 200 zu 1. Das heißt: Auf einen Euro Einsatz kamen 200 Euro Gewinn, als Dezimalquote geschrieben 201,00. Wyndham Clark gewann die U.S. Open in Shinnecock Hills als Nummer 34, Ryan Fox The Open in Royal Birkdale als Nummer 56, und auch Fox war vor dem Turnier für 200 zu 1 zu haben.
Auch über elf Jahre verteilen sich die Siege breit. Von 2016 bis 2026 wurden bei den Herren 43 Majors gespielt, weil The Open 2020 wegen der Coronapandemie ausfiel, und sie gingen an 28 verschiedene Spieler.
Warum Wetten auf Außenseiter im Schnitt am meisten verlieren
Trotz dieser Sieger verlieren Wetten auf Außenseiter im Golf im Schnitt am meisten Geld. Whelan hat 31.921 Quoten auf die Sieger von Majors ausgewertet. Wer zu den höchsten Quoten auf Außenseiter setzte, verlor im Schnitt 93 Prozent des Einsatzes: Von 100 Euro blieben 7 Euro übrig. Bei niedrigen Quoten bis hin zu den Favoriten lag der Verlust bei 33 Prozent.
Den Grund sieht Whelan in der Preisgestaltung der Wettanbieter: Auf Wetten mit hoher Chance auf den Sieg nehmen sie eine niedrige Marge, auf Wetten mit geringer Chance eine hohe. Die hohe Quote auf einen Außenseiter gleicht nach seinem Befund die geringe Chance auf den Sieg nicht aus.
Was eine hohe Marge für deinen Einsatz bedeutet, zeigt eine Rechnung mit runden Zahlen. Angenommen, ein Spieler gewinnt ein Turnier dieser Größe im Schnitt einmal in 200 Anläufen. Bei einer Quote von 200,00 setzt du 200-mal einen Euro, bekommst beim einen Sieg 200 Euro zurück und stehst bei null. Bietet der Wettanbieter denselben Spieler zum Beispiel zu 100,00 an, kommen für die 200 Euro Einsatz nur 100 Euro zurück, und die Hälfte ist verloren, obwohl der Spieler genauso oft gewinnt. Der Abstand zwischen der Quote, die seine Chance ausgleichen würde, und der Quote im Angebot ist die Marge.
Wetten auf eine Platzierung unter den ersten fünf oder zehn
Eine Wette auf einen Platz unter den ersten fünf oder zehn ist gewonnen, wenn dein Spieler das Turnier in diesem Bereich beendet. Er muss dafür nicht gewinnen, und deshalb ist die Quote niedriger als auf seinen Sieg. Für diese Wette zählt, ob ein Spieler über vier Runden vorn mitspielt, und nicht, ob er am Ende den einen Schlag Vorsprung hat.
Scottie Scheffler gewann bei den Majors 2026 als Nummer eins der Welt keinen Titel. Beim Masters wurde er allein Zweiter, einen Schlag hinter McIlroy, bei der U.S. Open und bei The Open teilte er sich jeweils den vierten Platz, bei der PGA Championship wurde er geteilter 14. Eine Wette auf Scheffler unter den ersten zehn wäre damit bei drei der vier Majors aufgegangen, die Wette auf seinen Sieg bei keinem.
Sam Burns kam zweimal nah an den Titel heran. Bei der U.S. Open wurde er allein Zweiter, bei The Open ging er mit zwei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde und wurde Dritter. Eine Wette auf ihn unter den ersten fünf wäre beide Male aufgegangen. Vorn landen kann auch ein Spieler von weit hinten in der Weltrangliste: Tom Kim, die Nummer 141, kam über die Qualifikation ins Feld der U.S. Open und wurde dort allein Dritter.
Rechner
Gib eine Quote ein, wie sie im Wettangebot steht: als Dezimalquote wie 151,00 oder englisch wie 150 zu 1 oder 150/1.
Vergleiche für denselben Spieler die Quote auf den Sieg mit der Quote auf einen Platz unter den ersten fünf oder zehn.
Die Chance laut Quote enthält die Marge des Wettanbieters. Die tatsächliche Chance liegt deshalb etwas darunter.
Duelle und Dreiergruppen: Wetten gegen einzelne Spieler
Bei einem Duell setzt du darauf, dass dein Spieler weniger Schläge braucht als ein bestimmter anderer, ganz gleich, wo beide im Feld landen. Duelle gibt es über das ganze Turnier, Dreiergruppen über eine einzelne Runde. Aus 156 möglichen Siegern werden so zwei oder drei Seiten, und die Wette funktioniert wie jede andere Head-to-Head-Wette. Bei einer Dreiergruppe tritt dein Spieler nur gegen zwei andere an; sind die drei ähnlich stark, liegen ihre Quoten nah beieinander.
Karl Whelan beschreibt den US-Amerikaner Rufus Peabody, der mit Wetten auf Golf Geld verdient. Sein Team setzt vor allem auf Duelle und auf Wetten innerhalb von Gruppen und hält sich von den großen Feldern fern, in denen jeder Spieler nur eine geringe Chance hat und die Wettanbieter nach Whelans Befund eine hohe Marge nehmen.
Wie weit Duell und Turniersieg auseinanderliegen können, zeigte die Schlussrunde der U.S. Open 2026. Wyndham Clark und Scottie Scheffler spielten sie in derselben Gruppe, und Scheffler brauchte an diesem Sonntag zwei Schläge weniger als Clark. Das Turnier gewann trotzdem Clark, weil er mit großem Vorsprung in den Tag gegangen war. Bei der PGA Championship 2026 lag McIlroy über das ganze Turnier zwei Schläge vor Scheffler. Ein Duell der beiden hätte McIlroy gewonnen, obwohl keiner von ihnen das Turnier gewann.
Golf Live Wetten: Wie sich Stand und Quoten über vier Runden verändern
Bei Golf Live Wetten setzt du auf einen Stand, der sich über vier Tage verschiebt, und mit jeder Runde bleiben weniger Spieler übrig, die das Turnier noch gewinnen können. The Open 2026 hatte nach jeder der ersten drei Runden einen anderen Führenden: Jackson Suber nach der ersten, Lucas Herbert nach der zweiten, Sam Burns nach der dritten. Gewonnen hat Ryan Fox, der nach dem ersten Tag weit zurücklag und den Cut mit zwei Schlägen Luft schaffte. Am Samstag nutzte er die ruhigeren Bedingungen am Morgen, spielte die beste Runde des Tages und rückte an die Spitze heran. Am Sonntag gewann er mit einem Birdie am letzten Loch einen Schlag vor Cameron Young.
Bei der U.S. Open 2026 lief es andersherum. Wyndham Clark ging mit sechs Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde, spielte auf drei der ersten sieben Löcher ein Bogey, also einen Schlag über Par, und machte das Turnier für die Verfolger wieder offen. Er gewann mit einem Schlag vor Sam Burns, der die Runde sieben Schläge hinter ihm begonnen hatte.
Wie sich eine Quote auf diesem Weg bewegt, zeigt Aaron Rai bei der PGA Championship 2026. Vor der ersten und vor der zweiten Runde stand er bei 200 zu 1, vor der dritten bei 125 zu 1, und vor der Schlussrunde war seine Quote auf 18 zu 1 gefallen. Eine Wette auf Rai vor der Schlussrunde brachte damit knapp ein Zehntel des Gewinns, den dieselbe Wette vor dem Start gebracht hätte.
Nach 36 Löchern kommt der Cut: Je nach Turnier spielen nur die besten 50 bis 70 Spieler samt allen mit gleichem Ergebnis am Wochenende weiter, und wer draußen ist, kann das Turnier weder gewinnen noch vorn beenden. Selbst Aaron Rai, der Sieger der PGA Championship, verpasste bei The Open 2026 den Cut. Steht es nach 72 Löchern an der Spitze gleich, entscheidet ein Stechen, dessen Format jedes Major selbst festlegt.
Das Masters: Was es von den anderen Majors unterscheidet
Das Masters hat das kleinste Feld der vier Majors: Zur Austragung 2026 kamen 91 Spieler, zu den drei anderen Majors desselben Jahres je 156. Ins Feld kommt, wer eine der festen Kategorien für eine Einladung erfüllt; darüber hinaus lädt das Masters Committee nach eigenem Ermessen Spieler aus dem Ausland ein. Nach dem Cut bleiben mit den besten 50 samt allen mit gleichem Ergebnis so wenige Spieler übrig wie bei keinem anderen Major. Für Masters Golf Wetten heißt das: Auf den Sieg stehen deutlich weniger Spieler zur Wahl als bei den anderen Majors, auch wenn jeder Einzelne noch immer gegen 90 andere antritt.
Das Masters wechselt außerdem nie den Platz. Es wird immer im Augusta National Golf Club gespielt, dem einzigen Platz, auf dem Jahr für Jahr ein Major stattfindet. Wie ein Spieler mit diesem Platz zurechtkommt, lässt sich deshalb über viele Jahre vergleichen. Justin Rose, der das Masters 2025 erst im Stechen gegen McIlroy verloren hatte, landete beim Masters 2026 zum sechsten Mal unter den ersten zehn und zum neunten Mal in Folge unter den ersten 25. McIlroy gewann das Masters 2025 und 2026 hintereinander.
Ryder Cup: Warum jede Partie drei Ausgänge hat
Bei den Majors wird Zählspiel gespielt: Jeder Schlag über 72 Löcher zählt, und am Ende steht ein Sieger aus dem ganzen Feld. Der Ryder Cup wird im Lochspiel ausgetragen, dort wird jedes Loch einzeln vergeben. Steht eine Partie nach 18 Löchern gleich, bekommt jede Seite einen halben Punkt. Eine Wette auf eine einzelne Partie hat damit drei Ausgänge: Europa gewinnt, die USA gewinnen, oder die Partie endet geteilt.
Alle zwei Jahre treten zwölf Spieler aus Europa gegen zwölf aus den USA an, über drei Tage. Gespielt werden Foursomes, in denen sich die beiden Partner mit den Schlägen abwechseln, Four-Balls, in denen jeder seinen eigenen Ball spielt und auf jedem Loch das bessere Ergebnis zählt, und am Sonntag die Einzel. Jede der 28 Partien ist einen Punkt wert. Für den Sieg braucht eine Mannschaft 14,5 Punkte, bei 14 zu 14 behält der Titelverteidiger den Pokal.
Wie viel ein geteiltes Einzel wert sein kann, zeigte der Ryder Cup 2025 in Bethpage. Europa ging mit sieben Punkten Vorsprung in die Einzel, doch die USA gewannen fünf der ersten sieben Partien. Zwei Einzel endeten geteilt, Matt Fitzpatrick gegen Bryson DeChambeau und Tyrrell Hatton gegen Collin Morikawa, und Hattons halber Punkt sicherte Europa den Sieg mit 15 zu 13.
Golf Wetten auf PGA Tour, DP World Tour und LIV Golf
Für Golf Wetten zählt an den Touren vor allem, wie ihre Turniere gespielt werden. Die PGA Tour wertet ihre Saison über Punkte für den FedExCup, an deren Ende Playoffs stehen. Im Finale, der Tour Championship, begannen bei den Austragungen 2025 und 2026 alle Spieler bei Par und spielten ein Zählspiel über 72 Löcher; die Wette auf den Sieger lief damit wie bei jedem anderen Turnier. Als Scottie Scheffler 2024 seinen ersten FedExCup gewann, ging er dagegen als Nummer eins der Setzliste mit zwei Schlägen Vorsprung ins Finale, die ihm das damalige Format vor dem ersten Abschlag gutschrieb. Seinen zweiten FedExCup holte er bei der Tour Championship 2026 ohne diesen Vorsprung.
Auf der DP World Tour zählen alle Turniere für das Race to Dubai, die Wertung dieser Tour über die Saison. Die Turniere von LIV Golf gehen ebenfalls über 72 Löcher, aber ohne Cut. Jeder Spieler bleibt bis zum letzten Putt im Turnier, und eine Wette auf Sieg oder Platzierung kann bei LIV Golf nicht am Cut scheitern.
Häufige Fragen
Bei den Herren zählen vier Turniere als Majors: das Masters, die PGA Championship, die U.S. Open und The Open. Das Masters wird immer im Augusta National Golf Club gespielt, die anderen drei auf wechselnden Plätzen. Bei den Majors 2026 standen in Augusta 91 Spieler am Start, bei den übrigen je 156.
Bei 150 zu 1 bekommst du für jeden Euro Einsatz 150 Euro Gewinn, wenn deine Wette aufgeht, und den Einsatz zurück. Aus einem Euro werden also 151 Euro, als Dezimalquote 151,00. Die Dezimalquote liegt immer um eins über der ersten Zahl, weil sie den Einsatz mitzählt. Setzt du zum Beispiel 10 Euro, kommen 1.510 Euro zurück, 1.500 Euro davon sind Gewinn.
Auch der beste Spieler tritt gegen das ganze Feld an, bei den Majors 2026 gegen 90 bis 155 andere, und jeder von ihnen kann das Turnier gewinnen. Die Chance, dass am Ende genau er vorn liegt, bleibt dadurch klein, und entsprechend hoch ist die Quote auf seinen Sieg. Scottie Scheffler ging als Nummer eins der Welt in die Majors 2026 und gewann keines davon.
Dann ist das Turnier für deinen Spieler nach zwei Runden beendet. Er spielt am Wochenende nicht mehr mit und kann weder gewinnen noch unter den ersten fünf oder zehn landen, eine Wette auf seinen Sieg oder seine Platzierung hat damit keine Chance mehr. Wo die Grenze liegt, bestimmt das Turnier: Bei den Majors 2026 kamen in Augusta die besten 50 weiter, bei der U.S. Open die besten 60, bei The Open und der PGA Championship die besten 70, jeweils samt allen Spielern mit gleichem Ergebnis. Bei LIV Golf wird ohne Cut gespielt.
Ja, zwischen zwei Runden ebenso wie mitten in einer laufenden Runde. Bei Golf Live Wetten ändert sich die Quote mit dem Stand im Turnier, auch innerhalb eines Tages: Aaron Rai stand bei einem Wettanbieter vor der Schlussrunde der PGA Championship 2026 bei 18 zu 1, während dieser Runde zeitweise bei bis zu 44 zu 1, und am Ende gewann er das Turnier.